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Reihenhäuser für Flüchtlinge

Druck hält an Reihenhäuser für Flüchtlinge

Der Druck auf den Landkreis Schaumburg, Flüchtlinge unterzubringen, hält unvermindert an, und am privaten Wohnungsmarkt gibt es nicht genügend Angebote.

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Vertreter des Landkreises haben sich vor kurzem einige Reihenhäuser angesehen.

Quelle: dil

Rinteln. „Wir haben uns deshalb vom Bund drei Häuser in der Rintelner Nordstadt gesichert, wo wir zehn Familien unterbringen können“, teilte Kreissozialdezernent Klaus Heimann gestern auf Anfrage mit. Dafür verzichtet der Landkreis auf weitere, ehemals von den Briten genutzte Häuser östlich der Waldkaterallee an der Droste-Hülshoff-Straße. Das Doppelhaus Waldkaterallee 20/21 hatte sich der Landkreis schon vor Wochen gesichert. „Dort sind noch die Handwerker tätig, dürften bis nächste Woche aber fertig sei. Vier Familien sollen dort einziehen“, sagte Heimann.

Vor Kurzem haben sich Vertreter des Landkreises auch die Reihenhäuser Waldkaterallee 16 bis 18 und Niedersachsenweg 6 bis 12 angesehen. Dort handelt es sich um relativ kleine Wohnungen (etwa 80 Quadratmeter groß) auf zwei Etagen mit steiler Treppe. Sie eignen sich aber für kleinere Familien. Die Wohnungen befinden sich laut Heimann in einem so ordentlichen Zustand, dass sie nach Bestückung mit Mobiliar bezogen werden könnten.

Heimann: „Wir sind jetzt dabei, den Vertrag mit der Bundesanstalt für Immobilien-Aufgaben (BIMA) zu machen und wollen die Wohnungen dann so schnell wie möglich übernehmen. Im Moment sind wir mit der Flüchtlingsunterbringung zwar stärker im Nordkreis beschäftigt, aber Rinteln ist auch bald wieder dran.“

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte Ende 2014 beschlossen, dass die BIMA leere bundeseigene Wohnungen mietfrei für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitstellen soll. Diese Wohnungen sind nach Auslaufen der Nutzung aber wieder renoviert zurückzugeben. Im Moment macht der Landkreis von diesem Angebot vornehmlich in Bückeburg und Rinteln Gebrauch.

Dieses Prozedere erspart sich die BIMA nun bei den ehemals von britischen Offizieren genutzten größeren Wohnungen in Einzel- und Doppelhäusern an der Droste-Hülshoff-Straße. Der Landkreis verzichtet auf deren Nutzung. Rintelns Baudezernentin Elena Kuhls sagt dazu: „Dort könnte ein neues Wohnquartier für Familien entstehen. Die Häuser haben Gärten, es ist ruhig.“ Auch ein Garagenkomplex befindet sich auf dem Gelände, das vom Wilhelm-Busch-Weg aus erreichbar ist und im Süden an den mit Stacheldraht gekrönten Zaun um die Lebenshilfe, ehemals Britisches Militär-Hospital, angrenzt. Dort wird die BIMA nun die Vermarktung forcieren. dil

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