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Rekordbesuch bei „Adventssingen“

Weihnachtsstimmung in der Rintelner Stadtkirche Rekordbesuch bei „Adventssingen“

Schon zehn Minuten, bevor die Glocken zu läuten beginnen, ist die Rintelner Stadtkirche St. Nikolai bis auf den allerletzten Platz besetzt: Das traditionelle „Offene Adventssingen“ kann mit seiner Besucherzahl locker jedem großen Konzert Konkurrenz machen.

Rinteln. Am vierten Advent dürften es rund 500 Menschen gewesen sein, die sich beim gemeinsamen Singen mit Kreiskantorin Daniela Brinkmann in Weihnachtsstimmung brachten. Laut Brinkmann war es noch voller als an den Adventssonntagen zuvor.

 Es klingt auch immer sehr eindrucksvoll, wenn das bunt gemischte Publikum die altbekannten Lieder rund um „Kommet ihr Hirten“, „Es ist ein Ros entsprungen“ und „O Tannebaum“ anstimmt, selbst dann noch, wenn Brinkmann es riskiert, die Sangesgemeinde zu einem vierstimmigen Chor zu formen. Auch neuere Lieder wie das sanft-melodiöse „Gib mir die Ohren der Hirten“ gehören längst zum Fundus all der Lieder, die der ehemalige Kreiskantor Wolfgang Westphal im Laufe von etwa 30 Jahren zusammengestellt hatte, in einem speziellen Liederheft und auf neu dazu gekommenen Blättern.

 Um die Zettelwirtschaft zu beenden und ein neues Buch mit den angesagten Liedern entstehen zu lassen, läuft aktuell eine Auswahl-Aktion, an der sich bereits viele Hundert Menschen beteiligten. In der Kirche findet man noch bis zum 31. Dezember Abstimmungsbögen, auf denen man bis zu sieben Lieblingslieder rund um das Advents- und Weihnachtsthema eintragen kann. Auch auf der Homepage der St.-Nikolai-Gemeinde ist eine Teilnahme möglich. Mitte Januar dann soll der neue Liederreigen vorgestellt werden.

 „Wir haben schon mehrere Hundert Zuschriften“, teilte Brinkmann mit. „Einige Kindergärten und mehrere Schulen wollen im nächsten Jahr noch ihre Lieblingslieder nennen.“ Eine Zwischentendenz habe sie noch nicht, denn die Auszählung habe noch nicht begonnen.

 Aus den Geschichten, die bei jedem Adventssingen gelesen werden, könnte man ebenfalls ein Büchlein zusammenstellen. Diesmal trug Superintendent Andreas Kühne-Glaser eine beinahe unglaubliche „wahre Geschichte“ vor, die bereits Ex-US-Präsident Ronald Reagan 1985 in Bitburg aufgegriffen hatte. Es war eine Friedenshoffnungsgeschichte über drei US-Soldaten, die während der Ardennen-Offensive des Zweiten Weltkrieges im Häuschen von Deutschen Unterschlupf fanden, und dort auf drei deutsche Soldaten trafen. Dank Weihnachtszeit und einer mutigen Mutter brachten sie sich nicht gegenseitig um, sondern feierten ein gemeinsames Mahl. cok

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