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Renault weicht „McDonald’s“: Abbruch beginnt

Rinteln / Beginn Renault weicht „McDonald’s“: Abbruch beginnt

Lang genug hat es gedauert, jetzt geht alles überraschend schnell: Das Autohaus Ostermeier hat geschlossen, die Kunden werden seit dem 12. März ans Autohaus Schütte in Hameln verwiesen.

Rinteln. Rinteln (dil). Dort werden auch zwei Ostermeier-Mitarbeiter und Inhaber Jürgen Ladage (im Verkauf) tätig, die anderen haben laut Ladage inzwischen neue Arbeitsplätze gefunden. In Rinteln rückt dagegen das Abbruchunternehmen Otto an, um das Gelände freizumachen für den Generalunternehmer, der für den Hamburger-Bräter „McDonald’s“ den Rohbau eines Schnellrestaurants erstellt. Und Ende Juni/Anfang Juli will Franchisenehmerin Julia Koschitzke dort bereits ihr dann siebtes Restaurant eröffnen.

 Gestern wurden noch Fahrzeuge vom Grundstück geholt, darunter ein verstaubter Oldtimer. „Das ist ein Renault Celta Quattro aus den dreißiger Jahren“, sagt Ladage. „Den wollten wir mal restaurieren, der steht hier schon lange. Jetzt stellen wir ihn einfach woanders unter.“

 In den Ostermeier-Fenstern kleben Hinweise auf das Abbruchunternehmen und das Autohaus in Hameln, das den Service der Marken Renault und Dacia fortführt, zudem Citroën anbietet. Schütte war zuletzt schon übergeordneter Haupthändler für Ostermeier. Opel gehört dort aber nicht zum Markenportfolio. In Rinteln war der Werkstattbetrieb schon Ende Februar eingestellt worden.

 „Bis vor fünf oder sechs Wochen war ich noch der Meinung, ich könnte ein anderes Autohaus in Rinteln übernehmen“, erklärt Ladage. Aber es fand sich nichts zu einem akzeptablen Preis.

 Abbruchunternehmer Werner Otto will heute schon mit dem Bagger anrücken und nachmittags mit dem Abriss beginnen. Zuvor müssen aber noch Asbestplatten der Dacheindeckung vorsichtig abgenommen und in Bigpacks verpackt werden. Asbestplatten sind Sondermüll. Die Abrissarbeiten werden von beauftragten unabhängigen Bodengutachtern begleitet, unter anderem, da sich noch Tanks im Untergrund befinden. Die Gutachter werden immer wieder Bodenproben nehmen und prüfen und untersuchen.

 „Den Rohbau macht ein Generalunternehmer für ‚McDonald’s‘, für die Innenausstattung sind wir zuständig“, sagt Julia Koschitzke. Anfang April habe sie noch ein großes Planungsgespräch mit Bauleitung und Generalunternehmer, danach erst werde sie Details über die Gestaltung verraten können.

 Fest steht für die Unternehmerin, die schon einen „McDonald’s“-Standort in Lübbecke selbst betreibt und die weiteren fünf Betriebe der GWK Verwaltungs GmbH in diesem Jahr von ihrem Vater übernehmen wird, dass sie dem Schnellrestaurant auch „McCafé“ angliedern will, die erfolgreiche Kaffee- und Kuchenecke des Weltunternehmens.

 Im Inneren werden 105 Sitzplätze geboten, die Kapazität der Außenterrasse steht noch nicht fest. Auch bei den Parkplätzen wird noch daran gearbeitet, eine möglichst große Zahl bereitzustellen. Beschäftigen will Koschitzke vier bis fünf Kräfte im „Management“, also Filialleitung und Dienstplanung. Hinzu kommen rund 35 Servicekräfte im Schichtdienst, von Vollzeit über Teilzeit bis zu Geringverdienern. Für Managementjobs wird schon nach Kandidaten im eigenen Unternehmen gesucht, für das Serviceteam soll die Suche Mitte April losgehen.

 Eine starke individuelle Note wie einst im Restaurant in Rehren hat Koschitzke nicht im Auge, sie setzt eher auf den Erfolg der Marke „McDonald’s“, die sie deshalb vorrangig pflegen will: „Wir sind eine Weltmarke, da muss man schon einheitlich auftreten.“ Aber in Details werde man schon ihre Handschrift lesen können.

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