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Rennstrecke wird zum Nadelöhr

Krankenhagen/Möllenbeck / Ehemalige K 80 Rennstrecke wird zum Nadelöhr

Eigentlich ist die ehemalige Kreisstraße 80 seit Monaten eine Privatstraße, kein Winterdienst, Benutzung auf eigene Gefahr.

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Von Dietrich Lange . Fernverkehr bekommt schon keine Wegweisung mehr zu dieser Abkürzung zwischen Möllenbeck und Krankenhagen. Doch noch immer heizen dort Autofahrer und Biker durch. „Die Wildunfälle haben kaum abgenommen“, sagt Philipp Reese vom Kies- und Sandabbauunternehmen Reese in Möllenbeck. Erst wenn dessen Abbauerweiterung im Möllenbecker Wald endgültig die Fahrbahn unterbricht, wird wohl Ruhe sein. Die Beschwerden aus Möllenbeck ud Krankenhagen gehen aber zurück.

 Bis dahin wird aber einiges getan, um auch den letzten Unentwegten (außer Anliegern) die Durchfahrt zu erschweren. Gerade wird die Fahrbahn aus Richtung Krankenhagen in Höhe der Abzweigung nach Silixen gekippt. Der Verlauf der Hauptstraße soll ausbaumäßig nicht mehr nach Möllenbeck weisen, sondern hinab nach Silixen. Die rechte Fahrbahnseite ist bereits ausgekoffert, wird erhöht und einen Neigungswinkel nach links erhalten.

 Durch die Baustellenbeschilderung ist schon ein Effekt erreicht, der baulich zementiert wird: Die Einfahrt in die Privatstraße nach Möllenbeck wird auf einspurig verengt. Wegen möglichen Gegenverkehrs muss hier künftig jeder auf der Hügelkuppe abbremsen. Eine ähnliche Engstelle wird es auch zwischen Möllenbeck und dem Waldrand geben. Dort hätte der Landkreis auf der dann dem Verkehr entzogenen Fläche gern Parkplätze.

 Aus Richtung Krankenhagen wandelt sich der ehemalige Rastplatz gegenüber dem Friedhof zu einer Buswendeschleife. Der Einfahrtsradius ist schon vergrößert worden. Dort stehen auch Pflasterplatten, die da verbaut werden sollen, wo noch alles asphaltiert ist.

 Bernd Hugo, Leiter der Unteren Wasserbehörde beim Landkreis Schaumburg, nennt all dies Rückbaumaßnahmen im Vorfeld der Vollsperrung, wenn in einigen Jahren der Sandabbau die Durchfahrt unmöglich machen soll. „Als öffentliche Straße ist die K80 schon eingezogen, die frühere Kreisstraße ist nur noch eine kreiseigene Straße. Die Arbeiten nimmt das Sandabbauunternehmen Reese in Abstimmung mit uns vor nach einem genehmigten Plan vor.“

 Das bestätigt auch Reese, der in diese Rückbaumaßnahmen über mehrere Jahre hinweg rund 150.000 Euro investieren muss. „Und das sind nur die Fremdkosten, denn wir liefern so viel Material wie möglich aus unseren eigenen Werken“, sagt der Unternehmer. Die jetzigen Maßnahmen sollen Ende dieser Woche abgeschlossen sein.

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