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Bis heute nicht repariert

Rentner freigesprochen Bis heute nicht repariert

Knapp zwei Jahre nach der dubiosen Beschädigung eines Holzzaunes ist ein Autofahrer (68) nun vom Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort freigesprochen worden.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Der damalige Vertreter war angeklagt, mit seinem Wagen beim Rückwärtseinparken gegen einen Zaun geprallt und später davongefahren zu sein. Dabei soll ein Schaden von etwa 300 bis 500 Euro entstanden sein.

Aufgrund erheblicher Zweifel, dass der heutige Rentner tatsächlich den Zaun beschädigt hatte, sprach Richter Christian Rost den Mann letztlich frei. Damit folgte er den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Der Fall: Im April 2014 fuhr der Angeklagte in der Mittagszeit mit seinem Auto auf das Grundstück eines Rintelner Altenheimes und parkte rückwärts ein. Eigenen Angaben zufolge hielt er rund 20 Zentimeter vor dem Zaun eines Nachbargrundstücks an, wobei sein Wagen über eine Rückfahrkamera verfügte. Dann stieg der Vertreter aus und ging in das Heim, das er seit 20 Jahren kennt.

Nachbar erkundigte sich nach dem Auto

Nachdem er einige Minuten im Büro der Heimleiterin gesessen hatte, klopfte es an der Tür. Der Nachbar trat ein und erkundigte sich, wem das Auto draußen gehöre. Als er morgens wie gewohnt aus der Ausfahrt gefahren sei, so der Nachbar, habe der Zaun noch senkrecht gestanden. Bei seiner Rückkehr am Mittag habe der Zaun gelegen und sei beschädigt gewesen.

Dort, wo sich jetzt das Autoheck des Vertreters befand, war demnach zuvor der Zaun. Mit der Heimleiterin gingen die beiden Männer nach draußen und schauten sich den Ort des Geschehens an. Spuren am Auto des Vertreters konnten nicht festgestellt werden. Von Anfang an bestritt der Angeklagte, der Unfallverursacher gewesen zu sein.

"Ich verstehe die ganze Aufregung nicht"

„Ich habe mit dem Schaden überhaupt nichts zu tun. Ich verstehe die ganze Aufregung nicht“, wiederholte er nun vor dem Amtsgericht. Und er fügte hinzu: Der uralte Zaun habe garantiert nicht gerade gestanden. Als es auf dem Parkplatz zu keiner Einigung kam, wurde die Polizei gerufen.

Nach 90 Minuten vergeblichen Wartens auf die Ordnungshüter verließ der Angeklagte den Ort und fuhr zu weiteren Geschäftsterminen. Seine Personalien waren durch eine im Heim befindliche Visitenkarte bekannt. Der Zaun ist bis heute nicht repariert. maf

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