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„Respekt und Toleranz? Ich kann’s!“

Projektwoche „Respekt und Toleranz? Ich kann’s!“

„Respekt und Toleranz – Ich kann’s“ ist der Satz, der in dieser Woche bei den Schülern der Hildburgschule in Rinteln im Vordergrund stand. In einer Projektwoche standen den Schülern Gruppen zu den Bereichen Theater, Fußball, Kochen, Kunst und vielem mehr zur Auswahl.

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Das Highlight für die Schüler der Projektgruppe „Integration durch Fußball“ war der Besuch im Stadion des VfL Wolfsburg.

Quelle: nis

Rinteln (nis).  Gestern sind die Ergebnisse in der Schule ausgestellt worden. Überall hingen Plakate mit den Aufschriften „Respekt und Toleranz“, die die Schüler selbst gestaltet hatten. In der Turnhalle kam das Polizeiorchester Niedersachen mit der Jahrgangsstufe 5 zusammen. Sie beschäftigten sich mit der Geschichte eines dunkelhäutigen Mädchens namens Namene, die in Deutschland zur Schule geht und von ihren Mitschülern gemobbt wird. Die Geschichte wurde musikalisch untermalt. So lernten die Fünftklässler auch, Musik mit ihrem eigenen Körper zu machen.

 Thomas Boger, Leiter des Polizeiorchesters Niedersachen, erklärte: „Die Geschichte von Namene und die Gespräche über körperliche und seelische Gewalt soll die Kinder sensibilisieren.“ Es sei wichtig, die Kinder auf emotionaler Ebene zu erreichen und mit ihnen darüber zu reden. Ferner ging es darum, die Kinder im richtigen Umgang mit Whatsapp und Facebook zu schulen. Denn was einmal im Netz ist, zum Beispiel bloßstellende Fotos oder Verleumdungen, sind nur noch schwer wieder zu entfernen, so Boger. Ganz davon abgesehen, dass dies für die Betroffenen schrecklich ist. „Es geht uns um Prävention“, sagte Boger.

 Ein weiteres Projekt war ein Theaterworkshop, der Sketche präsentierte. In vielen verschiedenen Szenen, für die die Schüler selber das Drehbuch schrieben, ging es um Mobbing, Streit und Gewalt. Doch in jedem Stück wurde über die Streitsituation geredet und das Problem schließlich gelöst. Nach jedem Sketch sagten die Schüler gemeinsam: „Respekt und Toleranz: ‚Ich kann‘s“ – gefolgt von Applaus der zuschauenden Eltern und Mitschüler.

 Die Teilnehmer am Theaterworkshop zogen eine positive Bilanz. Die 14-jährige Emily war besonders begeistert von der Zusammenarbeit der Schüler der Klassen fünf bis acht: „Alle haben sich wirklich gut verstanden, und ich habe neue Leute kennengelernt.“ Antonia aus der 5. Klasse erzählt stolz, was sie von den Theatersketchen gelernt hat: „Es ist wichtig, dass jeder Mensch gleich behandelt und jeder Mensch so behandelt wird, wie man behandelt werden will.“ Auch Gaby Mühlenhoff, die Leiterin des Workshops und Lehrerin der Hildburgschule, war von dem Projekt positiv überrascht, denn der große Altersunterschied und das Thema seien nicht ganz einfach gewesen, „aber es hat alles hervorragend geklappt“.

 Ein weiteres Projekt lautete „Integration durch Fußball“. Den Anstoß für dieses Projekt gab eine Kampagne des DFB gegen Rassismus. Das Highlight war der Besuch des Fußballstadions des VfL Wolfsburg. „Wir haben das ganze Stadion besichtigt, ein paar Minuten vom Training gesehen – sogar den Rasen durften wir anfassen“, erzählt der 14-jährige Ilia begeistert.

 „Respekt und Toleranz“ – dies soll keine einmalige Sache im Rahmen einer Projektwoche sein. Yvonne Tünnermann, die Leiterin des Fußballworkshops, kündigte gestern an: „Dies war nur ein Einstieg.“ Das Projekt soll fortgesetzt werden.

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