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„Rinteln 2030“: SPD berät über Zukunftsperspektiven

Rathaus abreißen „Rinteln 2030“: SPD berät über Zukunftsperspektiven

Für einen Bürgermeister hat Thomas Priemer ganz schön radikale Ideen. Doch vielleicht sind gerade diese nötig, um Rinteln in Zukunft fit zu halten.

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Etwa 20 Genossen haben sich für „Rinteln 2030“ im Rathaus versammelt.

Quelle: jak

Rinteln. Die SPD hat für die Auftaktveranstaltung ihres Zukunftsforums „Rinteln 2030“ Parteimitglieder und interessierte Bürger ins neue Rathausgebäude geladen. Gekommen sind zwar nur die Genossen, doch mit drei weiteren Terminen im Oktober und November soll dann auch die Öffentlichkeit erreicht werden.

 Die Sozialdemokraten wollen die wahlkampffreie Zeit nutzen, um mit den Bürgern in einen Dialog zu treten. Was braucht Rinteln in der Zukunft, was sind die Risiken, aber auch die Chancen, die sie birgt? Die Innenstadtentwicklung, so führt Priemer aus, hat ein Problem: Ladenflächen sind zwar vorhanden, aber oft zu klein, um große Filialisten anzulocken. „Wir sind eben auf die Hausbesitzer angewiesen.“ Einzig auf den Grundstücken der Stadt, da habe man Handlungsspielraum. „Wer weiß, ob wir in 15 Jahren noch in diesem Raum sitzen?“, stellt Priemer in den Raum. Das alte Rathaus, die Schule und andere städtische Gebäude sind zwar denkmalgeschützt, der Verwaltungsneubau, in dem das Treffen stattfand, nicht.

 Ein weiteres Problem seien die vielen Hochwasserschutzgebiete. „Die Eindeichung Rintelns wird in den nächsten Jahren Thema werden“, prophezeit der Bürgermeister, der sich auch ein Familienzentrum wünscht, „das diesen Namen verdient“, und Rinteln stärker nach Nordrhein-Westfalen orientieren möchte. Denn: „Wir sind weit weg vom Großraum Hannover.“

 In der anschließenden Diskussion, die vom Hohenroder Gemeinderatsmitglied Carsten Ruhnau geführt wurde, wurden offen die Probleme und Schwierigkeiten in der Stadt angesprochen. Neubaugebiete, die zum Aussterben der Innenstadt führen könnten, gleichzeitig aber auch für junge Familien unattraktiver Leerstand im Stadtkern. Außerdem wurde angemerkt, dass Rinteln sich nicht auf dem Weserradweg ausruhen dürfe. „Wie können wir für Touristen interessant bleiben?“, fragte eine Teilnehmerin.

 Die Öffnung zur Weser, so waren sich alle einig, sei ein guter erster Schritt, der Fluss müsse aber noch mehr genutzt werden. Auch die Situation mit den Flüchtlingen solle man aus städteplanerischer Sicht nicht vernachlässigen.

 Zum Schluss wurde beschlossen, sich in drei Arbeitsgruppen zu den Themen „junges Rinteln“, „vernetztes Rinteln und „Tourismus/Wirtschaft“ aufzuteilen und in den kommenden Monaten jeweils eine Veranstaltung zu den Themen abzuhalten.jak

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