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„Den Köder nicht einfach schlucken“

Vorschlag erhitzt Gemüter „Den Köder nicht einfach schlucken“

IGS-Neubau gegen Übernahme des Hallenbades: Dieser von Landrat Jörg Farr (SPD) in unserer Zeitung vorgebrachte Vorschlag erhitzt weiter die Gemüter der Fraktionen im Rat der Stadt Rinteln.

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Quelle: pr.

Rinteln. Der Kreistagsabgeordnete Heinrich Sasse (WGS) fordert die Stadt nun dazu auf, „den Köder nicht einfach zu schlucken“, sondern ihn zunächst kritisch zu beäugen. „Landrat Farr tut so, als würde er der Stadt ein Geschenk machen“, führt Sasse aus. Er biete eine Luxus-IGS, mit dem kleinen Haken, dass die Stadt dafür das Hallenbad übernehmen müsse. „Man muss jetzt prüfen, ob das, was der Landrat uns Rintelnern hier schenken will, mehr wert ist als das, was er von der Stadt Rinteln dafür als Gegenleistung verlangt!“

"Wo ist der Haken?"

Für Sasse ist die Rechnung eindeutig: Der Landkreis sei als Schulträger politisch verpflichtet, für einen reibungslosen Betrieb der IGS zu sorgen. Wie Farr im Interview schon gesagt habe, sei das mit einer Ausbau-Lösung für 8,2 Millionen Euro getan. „Das ist die Verpflichtung des Landkreises, auch wenn Rinteln das Hallenbad nicht übernimmt.“ Angebot des Kreises laute also im Wesentlichen, zusätzliche 8,5 Millionen Euro in die Hand zu nehmen, um eine IGS für 16,7 Millionen Euro neu zu bauen. „Diese 8,5 Millionen Euro sind also der Köder, doch wo ist der Haken? Selbstverständlich beim maroden Hallenbad, das man der Stadt aufs Auge drücken will.“

Müsse die Stadt das Hallenbad sanieren, rechne man mit Kosten in der Höhe des baugleichen Hallenbades in Bad Nenndorf, bei dem die Sanierung 4,8 Millionen Euro gekostet habe. „Damit bleiben von dem angeblichen Geschenk des Landrats gerade mal 3,7 Millionen Euro“, so Sasse.

Nur müsse Rinteln nach der Übernahme auch die kompletten Betriebskosten für das Hallenbad in Höhe von 950 000 Euro übernehmen. „Die haben wir dann jährlich an der Backe“, so Sasse. Ziehe man die erhöhte Kreisumlage von 350 000 Euro ab, die bei Übernahme des Hallenbades laut Sasse wieder auf ein normales Maß gesenkt werden müsse, blieben dennoch jährliche Kosten von 600 000 Euro. Diesen finanziellen Vorteil von 3,7 Millionen Euro würde die Stadt aber durch die laufenden Kosten schon nach sechs Jahren aufgebraucht haben. jak

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