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Rinteln feiert sich selbst

Licht als verbindendes Thema zur 777-Jahrfeier Rinteln feiert sich selbst

Wer eine Veranstaltung plant und viele Besucher anlocken will, der muss trommeln. Dieser Marketinggrundsatz wurde bei der großen Feier von Rintelns 777. Geburtstag ganz wörtlich genommen.

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Dreidimensionale Effekte und Farben und Formen im Einklang mit Musik – die Lasershow ist der Höhepunkt des 777. Stadtgeburtstages. 

Dort setzte die Trommelgruppe, deren Name Epba passenderweise „Los geht’s“ bedeutet, das erste akustische Signal.
Auf den Impuls schienen die Menschenmassen, die bis dahin die Altstadt und den Häppchen- und Schnäppchenmarkt überschwemmt hatten, nur gewartet zu haben, denn sehr schnell setzte eine regelrechte Völkerwanderung in Richtung Weserangerparkplatz ein. Was sie dort vorfanden, war ein buntes, rundum familienfreundliches Wochenendprogramm.
Als es Samstagabend wurde am Weserufer, war längst klar: die Rintelner hatten die Einladung zum gemeinsamen Fest angenommen. Tausende von Besuchern tummelten sich auf dem Weserangerparkplatz. Rinteln feierte sich selbst.
Und wenn man ein alles verbindendes Motto suchte, landete man unweigerlich beim Thema Licht. Bei bestem Tageslicht ließ man sich erst mal die verschiedensten Köstlichkeiten schmecken. Zu dieser Zeit waren alle, aber auch wirklich alle der nicht gerade wenigen Sitzplätze mit schmausenden, trinkenden, sich fröhlich unterhaltenden Menschen besetzt.
Dass dann ein wenig später die Band, die an diesem Abend für das musikalische Programm sorgte, auch noch „Into the Light“ (ins Licht) hieß, war ein schöner Zufall. Tanzbares aus 40 Jahren Rock- und Popgeschichte, ansteckend gute Laune, tolle Stimmen, attraktive Frontfrau und Musiker, die ihr Fach verstehen – mit so einer Band ist Partystimmung programmiert.
Und während es um die im Rhythmus mitwippenden und tanzenden Zuhörer langsam immer dunkler wurde, begannen die besonderen Lichteffekte, die zum Fest installiert worden waren, ihre Wirkung zu entfalten. Die Weserbrücke, schon im Alltag mit ihrem blauen Lichterband ein Hingucker, erhielt durch blaue und rote Strahler, die die stählernen Streben beleuchteten, den Ausdruck einer beinahe operettenhaften Kulisse.
Geisterhaft ins blaue Licht getaucht, wanderten die immer noch weiter einströmenden Gäste über den Fluss. Am Brückentorhotel: die Projektion des „777 Jahre“-Schriftzuges. Jede Palme am Bodega-Beach-Club in psychedelisches Farbspiel getaucht. Lichterketten über Ständen und Tischen. Bunte Scheinwerfer für die Bühnenoptik. Das Gesamtbild war einfach überwältigend. Doch das größte Lichtspektakel sollte erst noch kommen.
Die Lasershow unter der Brücke begann mit einer Licht gewordenen Liebeserklärung an Rinteln. Nie haben historische Jahreszahlen schöner ausgesehen. Und endlich konnte man den Nachtwächter auch einmal in Aktion, nämlich beim Lampenschwenken, beobachten.
Vermutlich wären die meisten Besucher schon nach diesem Teil sehr beeindruckt nach Hause gegangen. Dabei sollte das Beste noch kommen: Ein Spiel von Farben und Formen, die im Einklang mit der Musik auftauchten und wieder vergingen. Durch den Nebel war es möglich, dreidimensionale Effekte zu erzeugen. Ganze Flächen gerieten da optisch in Bewegung. Mal schienen sie sich wie große Fächer sanft auf die Zuschauer zu legen, nur um als Nächstes einen Strudel, ein Strahlenbündel oder gar hohe Wände eines gefängnisartigen Ganges zu bilden. Einmal solche Lichtkunst, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt, mit eigenen Augen sehen zu können, das begeisterte die Besucher. „Unglaublich!“, „So ein Erlebnis!“, „Das ist ja noch viel besser als Feuerwerk!“ war da zu hören. cm

DLRG-Teams dominieren die Badeinsel-Regatta

Der Sonnabend stand im Zeichen der Badeinsel-Regatta. Die 28 Zweierteams mit fantasievollen Namen wie „Die Wasserbüffel“, „Die zweite allgemeine Verunsicherung“ oder „Apollo 7“ ahnten nicht, wie anstrengend ihre Aufgabe werden würde. Die Badeinseln wurden zunächst per Schiff flussaufwärts zum Startort, dem Kieswerk Ahe, gezogen. Die wackeren Kämpfer folgten per Bus. Noch eine Weile durften sie sich bei einem Cocktail am Weserstrand in Sicherheit und Zuversicht wiegen.
Dann kam der Praxisschock. Welche Variante der Fortbewegung sie auch wählten, ob nebeneinander oder Kopf an Fuß, das Navigieren der störrischen Badeinseln den Fluss hinunter kostete Kraft. „Man musste ja die ganze Zeit den Kopf hochhalten. Der hätte sonst im Wasser gehangen“, stöhnte im Anschluss eine Teilnehmerin.
Allein ein Mitstreiter erreichte die Ziellinie ganz entspannt. Sein Team hatte sich für die Variante „Einer mit Steuermann“ entschieden, wobei der fröhlich den Rhythmus vorgebende Antreiber rücklings auf seinem paddelnden Teamkameraden lag.
Die Siegerliste sah am Ende etwa so aus, wie man es von den Wettkämpfen der Rintelner Jugendfeuerwehren gewohnt ist, nur dass man statt „Möllenbeck“ „DLRG“ schreiben musste. Drei Rintelner DLRG-Teams landeten auf den ersten drei Plätzen. Sieger: das Zweierteam Marius Weichert und Axel Balsmeyer. Und so wundert es nicht, dass die 777 Euro Spende, die der Sieger für einen wohltätigen Zweck spenden sollte, der DLRG-Ortsgruppe Rinteln zugute kommen soll.
Eine tolle Technik sorgte während der ganzen Veranstaltung dafür, dass die Besucher auf dem Weserangerplatz auch am Rennen teilhaben konnten, als die Akteure noch weit außer Sicht waren. Ein Funkkontakt zu einem Begleitboot, hielt alle auf dem Laufenden.
Zudem gab es auf der Leinwand immer mehr Sequenzen der Geburtstagsfeier selbst zu sehen. Thobias Weber und sein Sohn Marlon hatten die filmische Dokumentation des Events übernommen. Dabei war auch ein Multikopter im Einsatz und lieferte sehenswerte Bilder aus der Vogelperspektive.
Ein Höhepunkt am Familiensonntag ist das Entenrennen gewesen. 777 Enten wurden beim Kanuclub in die Weser gelassen und schwammen flußabwärts bis zum Bodega Beach-Club. Selbstverständlich hatte jede Ente einen Paten, denn es gab etwas zu gewinnen – Einkaufsgutscheine im Wert von 777 Euro. Die schnellste Ente war die mit der Nummer 605. Diese gehörte René Remmert aus Eisbergen. Der 19-Jährige freute sich riesig über den Gewinn. cm

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