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„Rinteln mobil“ versetzt Tausende in Bewegung

E-Bikes groß im Trend „Rinteln mobil“ versetzt Tausende in Bewegung

Alles rund um die Bewegung hat bei „Rinteln mobil“ im Mittelpunkt gestanden. Doch auch die Gefahren von Geschwindigkeit sind thematisiert worden.

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Früh übt sich: die kleinen Besucher beim Autofahren im Bobbycar-Parcours des Kinderschutzbundes Rinteln.

Quelle: tol

Rinteln. So zeigte die Verkehrswacht Schaumburg ein eindrucksvolles, total zerschrottetes Unfallauto – eine kleine Nachdenklichkeit während eines ansonsten höchst lebendigen, fröhlichen Tages unter dem Motto „Immer in Bewegung bleiben“. So viele unterschiedliche Aussteller und Teilnehmer gab es bisher noch nie.

 Das Frühlingswetter lud nicht nur dazu ein, die neuesten Modelle der ansässigen Autofirmen zu begutachten, sondern mutig allerlei Abenteuer teils selbst zu erleben, teils sich vorzustellen. Bereitwillig öffnete die Polizei Rinteln die Fahrertür eines geradezu putzigen alten Trabant-Polizeiwagens, den Polizist Frank Brunner aus Hannoversch-Münden überführt hatte. Wer einstieg, staunte über die äußerst sparsame Einrichtung. „Ja, ein Autoradio hätte damals 150 DDR-Mark zusätzlich gekostet“, so die Auskunft.

 Eine Probefahrt mit den Segways von „Stadtmeister-Touren“ war für Anfänger eine echte Herausforderung. Diese Gefährte, mit denen Ausflugs- und Stadtführungen organisiert werden, können bis zu 20 Stundenkilometer schnell sein, kamen aber manchen Probanden schon mit den voreingestellten sechs Kilometern pro Stunde ganz schön rasant vor in dem Parcours mit den vielen Kurven.

 Spannend ging es auch bei der Fahrradversteigerung zu, bei der 25 Exemplare unter den Hammer von Vollzugsbeamtin Alexandra Heisler kamen. Manche gingen für nur wenige Euro weg, andere erreichten immerhin über 60 Euro, es war wie ein Glücksspiel, bei dem insgesamt an die 400 Euro eingenommen werden konnten.

 Viel Anklang fanden auch die E-Bikes der ausstellenden Fahrradgeschäfte, unter anderem Zweirad-Reese aus Eisbergen. So beliebt seien „Pedalics“ inzwischen, dass sie sogar als Auto-Alternative von Firmenchefs für ihre Mitarbeiter geleast werden, erklärte Reese-Inhaberin Anja Picker. Wer vor Ort ein „Pedalic“ erstand, konnte es gleich bei der Polizei registrieren lassen.

 Phantasieabenteuer, nicht fern von der Realität, eröffneten sich den Besuchern am Stand des Rintelner Luftsportvereines. Jugendwart Simon Nieschke erklärte kleinen und großen Interessierten, wie der mitgebrachte Ein-Mann-Segler mit seiner 15- Meter-Spannbreite funktioniert.

 Wer wenigstens ideell auf eine große Reise gehen wollte, kaufte Aufkleber-Hände von „Millers Racing Team“, sechs jungen Fahrern, die auf Einladung des Autohauses Rosteck „Rinteln mobil“ besuchten und von ihrer bevorstehenden Wohlfahrts-Tour nach Jordanien erzählten, wohin sie auch drei bei Rosteck perfekt auf Vordermann gebrachte ältere Wagen überführen werden.

 Jede auf die Wagen aufgeklebte Hand bedeutete fünf Euro für die gemeinnützige Silvesterinitiative, wobei die beiden Bürgermeister von Rinteln und Bückeburg, Thomas Priemer und Reiner Brombach, zwei wertvolle große Hände erstanden und der Moderator Frank Rehorst per spontaner Auktion noch eine weitere große Hand für 70 Euro an einen Spender versteigerten.

 Zudem gab es Bühnenprogramm vom Budo-SV und Tanzstudio Dance-1 sowie einen Bobbycar-Parcours des Kinderschutzbundes, einen Fünfziger-Jahre-Liebesnest-Wohnwagen von Rainer Schwertfeger und der Ausstellung des „Gelldorfer Modellauto Clubs“, der in der Sparkasse Sammlerstücke zum Verkauf anbot. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk warben um Nachwuchs und konnten sich über großes Interesse freuen. cok

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