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Rintelner IGS wird neu gebaut

Rinteln Rintelner IGS wird neu gebaut

Seit November wurde hinter verschlossenen Türen verhandelt, jetzt geht es an die Öffentlichkeit: Thomas Priemer und Landrat Jörg Farr präsentierten am Dienstag offiziell einen Vorschlag bezüglich IGS-Neubau und Hallenbad.

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Quelle: RG

Rinteln. Dieser deckt sich weitgehend mit dem Vorschlag, den Farr bereits im März in einem Gespräch mit dieser Zeitung machte. Die Abmachung zwischen Stadt und Kreis sieht vier Kernpunkte vor:

Der Landkreis überträgt das Hallenbad auf die Stadt beziehungsweise die Bäderbetriebe. Die erhöhte Kreisumlage (370.000 Euro) fällt weg.

Der Landkreis zahlt einen Sanierungskostenzuschuss in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Das gesamte Grundstück an der Klosterstraße (6500 Quadratmeter) wird kostenfrei auf die Stadt übertragen.

Der Landkreis erstellt einen Neubau für die IGS Rinteln an der Burgfeldsweide. Kostenpunkt um die 17 Millionen Euro.

Schon im Juni soll die Beschlussvorlage im Stadtrat und im Kreisrat zur Abstimmung stehen. Der Stadtrat tagt am 21. Juni, der Kreisrat am 23. Juni.

Beteiligt an der Entscheidungsfindung waren SPD und CDU. WGS und Grüne bekamen vorgestern eine Vorab-Vorlage.

Farr betonte im Pressegespräch, dass ein Neubau der IGS am Schulzentrum seine absolute Wunschlösung gewesen sei. Er sei zuversichtlich, dass diese Entscheidung auch im Kreistag eine Mehrheit finden werde.

„Uns ging es darum, die Zukunftsfähigkeit der Stadt nachhaltig positiv zu beeinflussen“, sagte Bürgermeister Priemer. Mit der Übernahme des Hallenbades wird ein Stück Lebensqualität in Rinteln erhalten. Allerdings werde die Sanierung wahrscheinlich mehr kosten, als der Kreiszuschuss hergebe, so Priemer.

Der CDU-Vorsitzende Veit Rauch ist zufrieden mit der vorgestellten Einigung zwischen Stadt und Kreis. „Ich habe diesen Vorschlag die ganze Zeit mit begleitet“, erklärt er auf Anfrage.

Ganz anders erging es Ursula Helmhold, Vorsitzende der Grünen. „Das ist Hinterzimmerpolitik“, ärgert sie sich. Bürgermeister, Landrat, SPD und CDU hätten offensichtlich hinter verschlossenen Türen eine Entscheidung getroffen, die man nun vom Rat nur noch bestätigt haben möchte. „Wir sind aber kein Abnickgremium.“

Die Grünen seien vorgestern nur schriftlich und absolut unzureichend über den Deal informiert worden. Entscheidende Details würden fehlen. Die Grünen wollen den weiteren Prozess kritisch begleiten.

Auch Siegbert Held, Vorsitzender der Kreis-WGS sieht einen „ganz schlechten Stil“ von Bürgermeister und Landrat. Die Kreis-WGS sei noch gar nicht informiert. „Das ist nicht die Art, wie wir auf Kreisebene normalerweise kommunizieren.“ Sei das der neue Stil von Farr, dann werde das die Stimmung vergiften. jak

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