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„Rintelner Messe ist immer eine Reise wert“

Rinteln / Herbstmesse „Rintelner Messe ist immer eine Reise wert“

Fünf Tage Herbstmesse sind gestern mit dem Familientag zu Ende gegangen. Fünf Tage, an denen die Innenstadt oft voll war, an denen aber auch immer wieder Regen den Messebesuchern den Spaß verdarb – und den Schaustellern das Leben erschwerte.

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„Ein paar Kunden mehr wären schön gewesen“, sagt auch Frank Paulus vom gleichnamigen Getränkestand.

Quelle: jaj

Rinteln (jaj). „Wir müssen mit weniger zufrieden sein“, sagt Timo Noack vom Musik-Express auf dem Kirchplatz. „Und das sind wir auch.“

 Denn trotz des durchwachsenen Wetters sei die Stadt vor allem am Sonnabend und am Sonntag sehr voll gewesen. Zumindest zunächst, denn gerade am Sonntag habe der einsetzende Regen am Nachmittag auch wieder dafür gesorgt, dass sich das änderte. „Gerade wegen des Wetters sind wir aber froh, dass wir den fünften Tag hatten“, sagt Noack bezüglich des Donnerstags, der in diesem Jahr wegen des Feiertags in Nordrhein-Westfalen als erster Messetag genutzt wurde. Dieser habe einiges ausgleichen können, sodass der Schausteller letztendlich doch noch ein recht positives Fazit zieht. „Unterm Strich sind wir zufrieden“, sagt er.

 Ähnlich sieht es auch Helmut Balshüsemann, der mit seiner Schießbude auf dem Kirchplatz auf Kunden wartete. „Die Organisation und das ganze Drumherum waren super.“ Das Einzige, das nicht gepasst habe, sei eben das Wetter gewesen. „Aber man hat immer mal gute und mal schlechte Jahre“, zeigt er sich gelassen. „Vielleicht haben wir im Frühjahr wieder mehr Glück.“

 Ebenfalls nicht ganz zufrieden war Roswitha Hahn, die an ihrem Stand Gewürze anbot. Donnerstag und Sonntag sei die Nachfrage – bis der Regen kam – okay gewesen, „aber am Samstag war es ganz wenig“. Aber auch sie gibt sich gelassen. „Mehr kann es immer sein.“

 Kalt und ungemütlich war es an vielen Tagen der Messe. Wer jetzt glaubt, dass das ja eigentlich ideale Voraussetzungen für einen Glühweinstand sind, irrt aber. „Bei Regen bleiben die Leute nicht stehen“, klärt Frank Paulus vom gleichnamigen Getränkestand auf. Ein paar Kunden mehr hätte auch er sich daher gewünscht, „aber es war in Ordnung“.

 Ähnlich sehen es auch Jürgen Barufke von der Eiskonditorei Ahrens, Alex Feldmann vom Altdeutschen Riesenrad und Carsten Weber vom Fahrgeschäft „Rocket“. Auch sie sind trotz des schlechten Wetters im Großen und Ganzen zufrieden. „Rinteln ist immer eine Reise wert“, versichert Weber. Ihm ist allerdings negativ aufgefallen, dass ein Teil der „jungen Jugend betrunken auf der Messe herumläuft und auch auf Streit aus ist“. Das sei aber kein Rintelner Phänomen. „Das ist auf vielen Märkten so“, hat er beobachtet.

 Ein Problem, das für Marktmeister Daniel Jakschik neu ist. „Wir kamen bisher immer ohne größere Einsätze zurecht“, sagt er. Sollten sich solche Fälle häufen, werde man natürlich etwas dagegen unternehmen. „Aber wenn es Einzelne gibt, die pöbeln wollen, wird man das kaum verhindern können.“

 Generell zeigte sich auch der Marktmeister mit dem Verlauf der Messe sehr zufrieden, auch wenn es die Verkäufer an der Ritter- und Mühlenstraße schwer gehabt hätten. „Das wird fast zu einem lebendigen Museum.“ Die Leute würden zwar kommen und auch interessiert schauen, „aber jeder überlegt sich genau, was er mit seinem Geld macht“. Und in vielen Fällen falle die Entscheidung dann eher auf Karussellfahrten oder Essen als auf die Waren der Händler. Die Stadt könne jedoch nur dafür sorgen, dass viele Menschen in die Stadt kommen und dass alles läuft. „Was der einzelne Beschicker dann in seiner Kasse hat, darauf haben wir keinen Einfluss.“

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