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Rintelner muss ins Gefängnis

Betrunken auf frisiertem Mofa Rintelner muss ins Gefängnis

Ein 56 Jahre alter Rintelner, der auf einem frisierten Mofa mit 1,2 Promille erwischt worden war, muss ins Gefängnis.

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RINTELN/BÜCKEBURG. Dies entschied die Berufungskammer des Bückeburger Landgerichts und verurteilte den Arbeitslosen wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten.

„Die Kammer hatte keine Wahl“, sagte der Vorsitzende Richter Peter Rohde und verwies auf ein ellenlanges Strafregister mit mehr als 30 Eintragungen, davon gut ein Dutzend Bewährungsstrafen. Mit der Entscheidung änderte das Landgericht zugleich das erstinstanzliche Urteil des Rintelner Amtsgerichts, vor dem der 56-Jährige im Frühjahr noch einmal mit einer Bewährungsstrafe davongekommen war. Gegen dieses Urteil hatte die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt, weil sie den Mann hinter Gitter schicken wollte. Während Staatsanwalt Wilfried Stahlhut jetzt mit seinem Rechtsmittel Erfolg hatte, plädierte Verteidiger Thomas Grell für seinen seit Jahren alkoholkranken Mandanten noch einmal auf Bewährung. „Was macht man mit ihm? Er benötigt Hilfe“, betonte Grell.

Der Fall: An einem Abend im Juli 2015 besuchte der Angeklagte einen Bekannten und trank dort Bier sowie Wodka. Gegen 21.30 Uhr machte er sich auf den Heimweg. Schon bald wurde die Besatzung eines zivilen Streifenwagens auf ihn aufmerksam, weil er mit seinem Roller auf einem Parkplatz in der Rintelner Nordstadt immer im Kreis fuhr. Nach Verlassen des Parkplatzes folgten die Polizisten dem Mofa. Sie stoppten den 56-Jährigen, der eine Alkoholfahne hatte und vorn in einem Fach eine Flasche Jägermeister mit sich führte. Später ergab ein Test, dass der Roller 50 Studenkilometer fahren konnte. Inzwischen ist das Mofa veräußert. Nach mehreren Langzeittherapien, die nur kurzzeitige Erfolge brachten, unternahm und unternimmt der Verurteilte weitere Schritte, um seine Alkoholsucht in den Griff zu bekommen. maf

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