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Rivalitäten der Motorbootclubs eskalieren

Doktorsee in Rinteln Rivalitäten der Motorbootclubs eskalieren

Das Rintelner Amtsgericht hat sich mit einer Auseinandersetzung aus dem Juli 2014 zwischen Mitgliedern zweiter Motorbootklubs am Doktorsee befassen. Angeklagt wegen Körperverletzung ist ein 62-jähriger Mann, der zum Wolfsburger Verein gehört. Er soll einem 47 Jahre alten Mitglied des Bielefelder Klubs einen Faustschlag ins Gesicht verpasst haben.

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Symbolbild

Quelle: dpa

RINTELN. Die seit Langem andauernden Querelen der beiden Vereine entgleisten offenbar an einem Sommerabend vor zwei Jahren am Doktorsee. Dort hat der Motorbootklub Bielefeld seinen Hafen, gleich nebenan liegen die Boote des Vereins aus Wolfsburg. Beide Klubs nutzen dieselbe Slipanlage – eine schräge Ebene, auf der Boote vom Land ins Wasser gelassen werden.

An jenem Abend war der Angeklagte mit einem Trecker am „Slippen“, während der Bielefelder Klub am Vereinsheim grillte. Vermutlich waren die Bielefelder genervt, weil der Traktor laut war und der Vorgang lange dauerte. Als der 62-Jährige den Trecker in die Garage fuhr, soll ein Mitglied des Bielefelder Klubs ihm gesagt haben: „Endlich ist der Lärm zu Ende.“ Es entwickelte sich ein Streit, durch die Schreierei kamen immer mehr Leute dazu. So auch das spätere Opfer, das schlichten wollte. Als sich der 47-Jährige wegdrehte, erhielt er einen Faustschlag in die rechte Gesichtsseite. Dabei flog seine Brille weg.

Angeklagte beteuert Unschuld

Am nächsten Tag ging er ins Krankenhaus, später auch zu seinem Hausarzt und wurde wegen der Jochbeinprellung mehrere Tage krankgeschrieben. Wer zugelangt hatte, konnte das Opfer nicht sagen. Nur ein Zeuge hatte den Hieb genau gesehen. Und der Senior erkannte den Angeklagten als Täter. „Ich habe ihm keinen Faustschlag versetzt“, beteuerte dagegen der Angeklagte.

Vor Gericht berichtete der Mann, wie er mit den Worten „So wie du läufst, fährst du auch Trecker“ angemacht worden sei. Er habe dann an den Streitereien und Schubsereien teilgenommen, aber nicht geschlagen. Zu jener Zeit sei er wegen eines eingeklemmten Ischiasnervs und eines Bandscheibenvorfalls gehumpelt. „Ich konnte mich ja nicht richtig bewegen.“

Ein weiterer Zeuge, der früher dem Bielefelder Klub angehörte, zur Zeit des Vorfalls aber schon in den Wolfsburger Verein gewechselt war, stützte die Einlassung des Angeklagten. Er sprach von Schubsen und zwei Krücken in der Hand des 62-Jährigen. Der Prozess wird am 17. November fortgesetzt. maf

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