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Roller und Navi unterschlagen

Jugendstrafe Roller und Navi unterschlagen

Der Prozess um einen unterschlagenen Motorroller und ein nicht geliefertes Navigationsgerät ist für einen Rintelner (19) nun glimpflich ausgegangen: Unter Anwendung von Jugendrecht stellte Richter Christian Rost das Verfahren vorläufig ein.

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RINTELN. Allerdings mit der Auflage, dass der Arbeiter innerhalb von vier Wochen als Wiedergutmachung insgesamt 190 Euro an die beiden Geschädigten zahlt.

Im März 2016 verkaufte ein 56 Jahre alter Mann seinen Motorroller für 240 Euro an den Angeklagten. Jedoch unter Eigentumsvorbehalt, weil der Rintelner nicht sofort den gesamten Kaufpreis zahlen konnte. Er benötige den Roller für die Arbeit, den Rest (140 Euro) würde er in einem Monat zahlen. Nach Ablauf dieses Zeitraums passierte aber nichts.

Daraufhin fuhr der Verkäufer zur Wohnung des Angeklagten und forderte das restliche Geld. Vergebens. Den Roller erhielt er ebenfalls nicht zurück, auch die Betriebserlaubnis für das Fahrzeug bekam er nie zu sehen. Über den weiteren Verbleib des Motorrollers sagte der 19-Jährige vor Gericht: „Der war bei einem Kumpel und lief in dem Augenblick schon nicht mehr.“ Der Roller sei letztendlich im Schrott gelandet, dafür habe er gar nichts mehr bekommen, meinte der Rintelner.

Einige Monate später fiel der Angeklagte noch einmal auf, als er bei Ebay ein Navigationsgerät zum Verkauf anbot. Ein Mann erwarb das Gerät und überwies den Kaufpreis von 50 Euro auf das Konto des Angeklagten.

Erhalten hat er die Ware jedoch nie. Auch hierfür hatte der Arbeiter eine Erklärung parat: Er habe damals kurzzeitig bei einem Kumpel gewohnt, das Gerät müsse wohl beim Umzug weggekommen sein. Dann habe er ganz vergessen, das Geld zurückzuzahlen. Der Rintelner gab zudem an, keine Kontodaten des Käufers mehr gehabt zu haben. maf

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