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Rottweiler beißt Jungen in die Wade

Angriff in Ahe Rottweiler beißt Jungen in die Wade

Ein Rottweiler hat am Mittwochabend gegen 19.15 Uhr in Ahe einen siebenjährigen Jungen in die Wade gebissen. Das Kind wurde ins Sana-Krankenhaus nach Hameln gebracht.

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"Er ist nicht ansatzweise aggressiv“, sagt sein Besitzer über den Rottweiler, der einen siebenjährigen Jungen in die Wade gebissen hat.
 Foto: wm

AHE. Wie die Polizei mitteilte, war der Hund auf einem landwirtschaftlichen Anwesen an einem Stahlseil angebunden. Dieses sei jedoch aus bisher ungeklärten Gründen gerissen. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

 Im März dieses Jahres ist bei einer Rottweiler-Attacke in Antendorf ein fünfjähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt worden. Das Tier, das einige Antendorfer als „tickende Zeitbombe“ geschildert hatten, ist inzwischen eingeschläfert worden.

 Eine Recherche gestern in Ahe vor Ort ergab, dass die beiden Fälle nicht vergleichbar sind. Dem Reporter kommt der Hundehalter mit seinem Rottweiler und seinem siebenjährigen Sohn auf dem Hof entgegen. Der Rottweiler ist an der Leine, schnüffelt interessiert am Hosenbein des Journalisten. „Er ist nicht ansatzweise aggressiv“, schildert der Hundehalter – und man glaubt es ihm beim Anblick des Tieres, das sich auf einen Ruf seines Herrn hinsetzt.

 Es sei eine Verkettung von unglücklichen Umständen gewesen, betont der Hundehalter, der namentlich nicht genannt werden will. Sein Sohn und dessen Freund, der aus einem Nachbardorf stamme und den seine Mutter nach einer Geburtstagsfeier hatte abholen wollen, hätten auf dem Hof gespielt, herumgetollt. Dann habe sich der Rottweiler losreißen können. Die Kinder seien wohl spielerisch von dem Hund davongelaufen. Dann sei es passiert.

 Er könne sich das Unglück nur aus der Situation heraus erklären. Der Rottweiler sei nämlich keineswegs immer an der Laufleine, sondern als Familienhund auch ohne Leine auf dem Hof und im Haus unterwegs. Er liege sogar „mit auf dem Sofa“, alle liebten ihn. Er halte einen Rottweiler, weil von seinem Grundstück schon einmal Reitsättel gestohlen worden seien. Auch habe man Schrottsammler beobachtet, die auf dem Gelände herumgestreift seien.

 Man sieht dem Mann während dieses Gespräches an, dass ihm dieser Vorfall zu schaffen macht und er das nicht auf die leichte Schulter nimmt. Man sieht auch, sein Sohn hat nicht die geringste Angst vor dem Rottweiler. Alle drei machen sich nach dem Gespräch zu einem Spaziergang durch die Felder auf.

 Der Fall ist inzwischen auch dem Amt für Verbraucherschutz und Veterinärwesen in Bückeburg gemeldet worden, bestätigte Dr. Wilhelm Brase auf Anfrage. Ansonsten hielt er sich mit Informationen zurück – auch deshalb, weil die Staatsanwaltschaft übernommen hat. Brase bestätigte lediglich, das zeitweise Anbinden eines Hundes auf dem Hof an einer genügend langen Laufleine – und das sei ja wohl in Ahe der Fall gewesen – sei gesetzeskonform und widerspreche nicht dem Tierschutz. wm

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