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Rumänische Bettler unterwegs

Polizei kontrolliert verdächtige Personen Rumänische Bettler unterwegs

Sie sind wieder da, die bettelnden Rumänen. Ein Bewohner am Dingelstedtwall in Rinteln berichtete, ein etwa 50-jähriger Mann und ein etwa 20-Jähriger im Kapuzenshirt und mit Turnschuhen hätten bei ihm an der Haustür geklingelt, eine laminierte Karte vorgezeigt, auf der sie um eine Spende gebeten hätten.

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Symbolbild

Quelle: dpa

RINTELN. Fünf Euro habe der ältere Mann verlangt, nach kurzer Diskussion den geforderten Betrag auf vier, dann auf zwei Euro verringert. Doch da hätten Polizeibeamte bereits auf dem Dingelstedtwall gestanden, die beiden Männer kontrolliert.

Örtlichkeiten sollen ausgespäht werden

Jörg Stuchlik, Chef der Kriminalpolizei in der Weserstadt, bestätigte gestern auf Anfrage den Vorfall. Der Polizei sei bekannt, dass bettelnde Rumänen durch Rinteln ziehen. Zwar sei Betteln keine Straftat, doch die Polizei kontrolliere diese Männer, weil diesen damit eines deutlich gemacht werden soll: „Wir haben euch im Fokus.“ Denn es sei der Polizei durchaus bekannt, dass Bettelei an der Haustür dazu ausgenutzt werden könnte, um die Örtlichkeiten auszuspähen. Oft reiche aber eine Personenkontrolle, so die bisherige Erfahrung der Beamten, dass die Rumänen den Ort verlassen.

Die Bettler warten immer wieder mit neuen Legenden auf: In Rinteln sammelten schon angebliche Taubstumme und Flutopfer.

Und bettelnde Rumänen sind ein bundesweites Phänomen. Die Rumänen sind EU-Bürger und können sich innerhalb der Europäischen Union frei bewegen. Weil Betteln keine Straftat ist, gibt es beim Landeskriminalamt in Niedersachsen keine Untersuchung des Phänomens. Dafür hat man sich beim Landeskriminalamt in Schleswig-Holstein mit diesem Thema schon intensiver befasst. Ergebnis: Die Banden sind straff organisiert.

Unterwegs in neunsitzigen Kleintransportern

Nach Beobachtungen der Polizei waren sie auf den Autobahnen in neunsitzigen Kleintransportern unterwegs. Feste Strukturen heißt: Die Menschen, die betteln, werden oft in ihrer Heimat mit falschen Versprechen nach Deutschland gelockt. Es gibt Männer, die auf sie aufpassen, es gibt Hintermänner, die mit ihnen reich werden. Das Geld wird mehrmals am Tag eingesammelt und umgehend ins Ausland überwiesen. Auch die Politik beschäftigt sich zunehmend mit diesem Thema. wm

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