Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -6 ° heiter

Navigation:
Satter Sound für stille Elektroautos

Rintelner Schüler gründen Unternehmen Satter Sound für stille Elektroautos

Elektroautos sind langsam auf dem Vormarsch, aber ihnen gehört die Zukunft, sagen Fachleute. Doch ihre Geräuschlosigkeit ist eine Gefahr für Blinde und Fußgänger allgemein.

Voriger Artikel
Großeinsatz: Frau in der Weser vermisst
Nächster Artikel
Rosen gegen das Vergessen

Die Gruppe Lion Soud präsentierte einen Auspufftopf, um zu zeigen, auf was sportliche Autofahrer auch im Elektromobil nicht verzichten wollen und müssen: Satten Motorklang.

Quelle: dil

Rinteln. Und langweilig ist es vor allem für rasante Autofahrer auch, wenn kein satter Motorenklang zu hören ist. Manche mögen vielleicht auch aus optischen Gründen nicht auf einen aufgemotzten Auspuff verzichten. Also Elektroauto mit Auspuffattrappe und künstlich erzeugtem Motorengeräusch bis zum Zwölfzylinder wie bei Ferrari: Vier Berufsschüler halten das für eine Geschäftsidee und gehen als Schülerfirma „Lion Sound“ beim Deutschen Gründerpreis 2015 an den Start.

 Zehn Schülergruppen haben sich am Montag im Prinzenhof der Sparkasse Schaumburg mit ihren Geschäftsideen und ersten Vorarbeiten für die neue Runde des von Stern, Sparkassen, ZDF und Porsche unterstützten Wettbewerbs vorgestellt. Jede Gruppe hat einen Betreuungslehrer und meist auch einen Coach aus der Wirtschaft. Bis zum 12. Mai sind nun neun Aufgaben zu lösen, Am 20. Juni werden die besten zehn teams auf Bundesebene bekannt gegeben.

 „Letztes Jahr hatten wir eine Gruppe unter den ersten 20 – und nicht zu vergessen: Der Spielerfolg fließt in die Schulnote ein“, machte Jörg Nitsche von der Sparkasse Appetit. Doch in erster Linie geht es darum, praktische Erfahrungen mit der Wirtschaft zu sammeln. Das betonte auch BBS-Leiter Herbert Habenicht: „Deutschland hat keine Rohstoffe, aber die Hirne, um erfolgreich zu sein.“ Und Nitsche ergänzte: „Wir hatten schon eine Idee dabei, die ihrem Schöpfer wohl bereits die erste Million eingebracht haben dürfte.“

 Hier die Geschäftsideen der Schüler des 11. Jahrgangs, also zwischen 17 und 19 Jahre alt: Smart Access: Der schlüssellose Zugang zu Haus und wohnung mithilfe von Transpondern ist das Ziel. Zur Sicherheit ist ein Fingerabdruckscanner eingebaut. Wer mit vollen Händen vor der verschlossenen Haustür steht, kommt damit komfortabel nach innen.

Wake Drive: Übermüdet oder erschöpft am Autosteuer, das sorgt für Unfälle. Damit soll Schluss ein, gerade bei Lkw-Fahrern. Die Fahrer würden fernüberwacht. Das könnte für Berufskraftfahrer zur Pflicht werden, kalkulieren die Schüler ein.

Solar System Group: Mehrschichtige Folien für Fenster sammeln noch mehr Sonnenenergie für die Stromerzeugung. Erschwinglich, zuverlässig und effizient soll die Lösung sein, die sich für private und öffentliche Gebäude interessant sein könnte.

Bevohma: Diese Gruppe will ein stationäres Hospiz für Rinteln einrichten – mit zehn bis 16 Plätzen und geeignetem Fachpersonal, aber auch ehrenamtlichen Kräften.

STT Sage Traffic Tecnology: Eine im Auto eingebaute Tempodrosselung durch Kameraerkennung von Tempolimits ist da Ziel. Das würde Unfälle vermeiden, Blitzer könnten abgeschafft werden. Kunden sollen die Autohersteller und der Ersatzteilhandel werden.

Lion Sound: Da E-Autos laut Experten die Zukunft gehört, sieht diese Gruppe einen Markt für Produkte, die Gefahren durch die Geräuschlosigkeit des Motors vermeidet und eitlen PS-Protzen mit sattem Sound und sportlicher Optik den Spaß am Fahren erhält.

ASKA:  Unter diesem Namen will eine Gruppe ein Sport- und Freizeitcenter betreiben, bei dem es um Paintball, Zorb Ball und Lasertec-Angebote geht. Frauen haben sich dafür laut Umfrage aber nicht interessiert. Immerhin. Die einzige Halle in der Nähe in Porta Westfalica ist bereits wieder geschlossen, das Angebot also fast konkurrenzlos. Eine Erweiterung um ein Bistro ist schon geplant.

Safety Bicycle Drive: Mehr Sicherheit beim Radfahren soll ein analoger Blinker am Lenker bieten. Die üblichen Handzeichen vor dem Abbiegen würden oft übersehen, meinte die Gruppe. Wer zudem beide Hände am Lenker habe, fahre sicherer. Fahranfänger und Senioren wurden als vorrangige Zielgruppen genannt, aber auch alle an Sicherheit interessierten Radfahrer. Es gebe zwar schon solche Produkte am Markt, aber nicht in Rinteln.

T-Dog’s Sicherheit für Sie und Ihren Hund: Ein Hundehalsband mit GPS-Chip soll anzeigen, wo der Vierbeiner gerade ist, aber auch per App vor Naturschutzgebieten und anderen Verboten für freilaufende Haustiere warnen.

Wait Safe Industries: Bildschirme an Bahnübergängen mit Fahrgastinfos und Werbung sollen statt Ampel für mehr Sicherheit sorgen, Einnahmen bringen und Autofahrer zum Abschalten des Motors bewegen, weil sie wissen, wie lange sie warten müssen. dil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg