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Schätzchen-Suche beginnt früh morgens

Briefmarkenfreunde Schätzchen-Suche beginnt früh morgens

Um 8 Uhr beginnt in aller Regel der Aufbau für die Briefmarkentauschbörse im Brückentorsaal. „Schlaue Anbieter kommen früh“, weiß Herbert Schlesiger, Vorstand der Rintelner Briefmarkenfreunde. Die bauen dann schnell ihren Stand auf und nutzen die besucherfreie Zeit, um selbst erst einmal auf der Suche nach Schätzen eine Runde durch den Saal zu drehen.

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Etliche Briefmarken von vor 25 Jahren haben die Briefmarkenfreunde ausgestellt. Mancher findet hier ein noch fehlendes Exemplar.

Quelle: cm

Rinteln. Auch Tauschbörsen erfahrene Besucher kämen manchmal schon ein Stündchen vor der angegebenen Öffnungszeit. Sie wissen, dass das Sprichwort „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ auch unter Philatelisten seine Gültigkeit hat. Doch zum Glück sind die „Lieblingswürmer“ der Briefmarkensammler doch sehr unterschiedlich. Und so kann doch jeder Besucher, der im Laufe des Tages erscheint, vielleicht das Glück haben, genau so eine Marke, Postkarte oder Münze zu finden, die in seiner Reihe noch fehlt.

 Keine Tauschbörse ohne Motto: Dieses Jahr stand am Sonntag die philatelistische Darstellung der Vereinigung der beiden deutschen Staaten vor 25 Jahren im Blickpunkt. „Neben allen möglichen grundlegenden Veränderungen betraf die Vereinigung eben auch die Zusammenführung der Postorganisation“, erklärt Schlesiger. Solche Umbrüche in gesellschaftlichen Strukturen bergen für Philatelisten ungeahnte neue Schätze. Da gab es zum Beispiel eine Phase, in der Briefmarken aus beiden deutschen Teilen gültig waren, und man findet aus dieser Zeit Briefe mit bunt gemischter Frankierung. Es gibt Briefe mit Stempeln vom ersten oder letzten Tag dieser Frist und auch viele, die mit einer Unmenge Marken versehen wurden, weil keiner genau wusste, wie die Währungen umgerechnet wurden und welche Gebührensätze jetzt eigentlich Gültigkeit hatten.

 Ganz persönlich berührt von dieser Zeit vor 25 Jahren zeigt sich Alfred Ehrich, Schriftführer der Briefmarkenfreunde, der auch noch seine eigene Sammlung von Zeitungsausschnitten, die den Umbruch dokumentieren, zugesteuert hat. „Meine Lebensumstände damals ermöglichten es mir, dass ich ganz aktiv in Leipzig an den gesellschaftlichen Umbrüchen, die schließlich zur Grenzöffnung führten, teilnehmen konnte. Zu Leipzig hatte ich schon immer eine besondere Verbindung. Dort haben meine Großeltern gelebt. Und einige Wochen vor der Öffnung habe ich dort ein Zimmer gemietet, habe an Gottesdiensten und Demonstrationen teilgenommen“, erinnert sich Ehrich. So hautnah eine große gesellschaftliche Umwälzung miterleben zu können, das sei ein großes Geschenk gewesen.

 Ehrich wird seine Geschichte an diesem Tag noch oft erzählen können, denn während es auf Anbieterseite zahlenmäßig einen kleinen Rückgang gibt, deutet sich schon mittags ein Zuwachs bei den Besucherzahlen an. Und diese bleiben alle gern einmal bei der Zusammenstellung von Briefen, Marken und Berichten zu diesem historischen Ereignis stehen.

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