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Schlechtwetter ist kein Hinderungsgrund

Rinteln Schlechtwetter ist kein Hinderungsgrund

Einsitzer für sportliche Singles, zweisitzige Boote mit Paaren stellten das Gros neben behäbigen Zehner-Kanadiern im Dickschiff-Format mit vollzähligen Freundeskreisen an Bord.

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Rinteln. Am Sonnabendvormittag war von Hameln bis Rinteln fast alles unterwegs, was sich ohne Motorkraft und mit Paddeln bewegen lässt. Anlass für die Armada mit dem Bootshaus des Rintelner Kanuclubs (RKC) als Ziel: die 41. Eisfahrt des Vereins.

 Zahlreiche rot-weiße Nikolaus-Mützen und teils sogar beleuchtete Miniweihnachtsbäume auf den Booten signalisierten unübersehbar den Spaßcharakter für die geschätzt 700 Teilnehmer. Bei offiziell 666 Anmeldungen und der gewohnten Dunkelziffer von unangemeldeten „Schwarzfahrern“ waren es dieses Mal deutlich weniger Paddler bei der großen letzten großen Veranstaltung vor Saisonschluss als in den Vorjahren. „Das dürfte daran liegen, dass viele sich von den negativen Wettervoraussagen in den Tagen vorher haben abschrecken lassen“, vermutete ein Dauerteilnehmer, der gerade sein Boot an Land geholt hatte und der heißen Erbsensuppe aus der Gulaschkanone am Bootshaus zustrebte.

 Echte Paddler lassen sich eigentlich vom Wetter nicht beeindrucken, kommentierte Peter Specht. Der frühere RKC-Vorsitzende und langjährige Eisfahrt-Organisator (von der 10. bis zur 40. im Vorjahr) genoss seinen Ruhestand in der Zuschauerrolle und als neuer Pressewart.

 Die Paddler von heute seien durch Funktionswäsche und wärmende Allwetterkleidung optimal geschützt und die drei Grad Minus beim Start in Hameln bei annähernder Windstille und trockener Witterung seien ohnehin als optimale Bedingungen zu werten. Allerdings schränkte er für sich persönlich ein, künftig selber bei Eisfahrten mitzufahren sei keine Option für ihn. „Dafür habe ich nicht die richtige Ausrüstung, ich werde jetzt Schönwetterpaddler“, outete sich der Ruheständler.

 Die Eisfahrt hat sich in vier Jahrzehnten offenbar zu einem Wiedersehens-Treffen alter Sportsfreunde entwickelt. Denn immer wieder gab es auch an diesem Sonnabend freudige Begrüßungsszenen auf dem Wasser und am Bootshaus. „Da seid Ihr ja wieder, wie ist es denn bei Euch in der Saison gelaufen?“, waren Sätze, die so und in ähnlicher Form ständig zu hören waren. So ist es, bestätigte Specht, es kommen zwar immer noch neue Teilnehmer dazu, aber die meisten kennen sich. „Was der Hauptgrund dafür ist, dass am Bootshaus nur geordnetes Chaos herrscht.“ Denn trotz hunderter Boote gebe es keine Staus beim Anlanden und durch Trailer-Anhänger, „weil inzwischen die meisten am Weseranger bei der Brücke aussteigen“. Darüber hinaus werde Sicherheit ganz groß geschrieben seit der Festival-Katastrophe von Duisburg bei verschärften Auflagen der Behörden. „Und deshalb sind heute wohl allein sechs oder acht DLRG-Boote auf der Strecke unterwegs.“

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