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Schlingpark: Heute kehren Motorsägen zurück

Rinteln Schlingpark: Heute kehren Motorsägen zurück

Im Schlingpark sieht es bereits sehr luftig aus, aber die Motorsäge wird dort noch weitere Arbeit bekommen. Gestern hat sich die für die Stadtverwaltung arbeitende Baumgutachterin und Diplom-Ingenieurin Antje Wiskow die noch vorhandenen Bäume angesehen.

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 Baumgutachterin Antje Wiskow ist im Schlingpark Bäumen mit Pilzbefall auf der Spur – und wird nicht nur bei diesem Ahorn fündig. Der Baum weist auch Risse auf.

Quelle: tol

Rinteln. Dabei entdeckte sie Pilzbefall an einigen Bäumen auf der Westseite des Parks. Nun hat allerdings die Schonfrist mit Rücksicht auf Nistvögel am 1. März begonnen. Deshalb werden weitere Baumschnitte erst wieder im Herbst möglich sein. Ausnahme: Heute werden aber noch vier Bäume entfernt, die jederzeit umstürzen und Schaden anrichten könnten.

„Diese Bäume sind nicht mehr verkehrssicher“, sagt Andreas Vauth, stellvertretender Leiter des Baubetriebshofs in Rinteln. „Die Gutachterin sagte, besser gestern als heute weg mit ihnen.“ Es handelt sich um einen mehrstämmigen Zuckerahorn, über 15 Meter hoch, der vom Brandkrustenpilz befallen ist und bereits Risse im Stamm aufweist. Außerdem sind drei Traubenkirschen, zehn bis 15 Meter hoch, von einem Pilz an der Stelle befallen, wo sich ihre Stämme teilen. Durch Wind und ihr Eigengewicht könnten sie auseinanderbrechen. Sie stehen nahe am Parkplatz, der Zuckerahorn an der Stelle der ehemaligen Pergola neben dem Fußweg. Bereits heute Morgen werden die Motorsägen wieder aufheulen.

Im Herbst sind dann noch kranke Bäume an der Reihe, die am Rand des Schildparks zum Schildgraben hin stehen. „Dort ist aber niemand gefährdet, das kann noch warten“, sagte Vauth. „Aber über kurz oder lang kommen auch diese dran.“

Das Abholzen von Bäumen und Gestrüpp sorgt seit vergangenem Mittwoch wieder für freie Sicht von der Bahnhofstraße in den Park und umgekehrt. Dadurch wird laut Vauth das Sicherheitsgefühl der Parkbesucher erhöht (wir berichteten). Doch was bisher schon ausgeholzt wurde, ist für Ratsmitglied Ursula Helmhold (Bündnis 90/Die Grünen) bereits zu viel. So habe sie sich den Eingriff am Schlingpark nicht vorgestellt, erklärte sie unserer Zeitung. Deutlich auf der Strecke bleibt für Helmhold gerade die gefühlte Abgeschiedenheit, die mit dem Besuch eines Parks normalerweise einhergehen solle. Auch der Lärmschutz vor der stark befahrenen Bahnhofstraße sei durch die Abholzung zunichte gemacht worden. Überhaupt sei ihr der Eingriff des Baubetriebshofs eine Nummer zu radikal ausgefallen. „Es wurde ja wirklich sehr stark abgeholzt, und ich glaube nicht, dass das alles wegmusste“, klagt Helmhold. Sie will das Thema bald in den Ratsgremien ansprechen. „Denn das geht so nicht“, sagt sie.

Schon bald werde sich der Eindruck an der Schlingwiese wieder ändern, versichert Vauth: „Wir haben für Zigtausende Euro Pflanzen und Bäume bestellt, die in Kürze eingepflanzt werden. Da sind auch größere Bäume dabei. Und Hunderte von Rosen kommen in die Beete.“

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