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Schöne Aussicht – für viel Geld

Rinteln Schöne Aussicht – für viel Geld

Den Radweg zwischen Rinteln und Hessisch Oldendorf aufzuwerten, hat wie berichtet einen stattlichen Preis: Eine Viertelmillion Euro soll es kosten, den Radweg zu einer attraktiven Erlebnisstrecke unter dem Motto „WeserErleben“ zu machen.

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Rund 150 000 Euro der insgesamt 260 000 Euro für den Erlebnis-Radweg sollen in der Auenlandschaft Hohenrode investiert werden

Quelle: rnk

Rinteln. Eine beträchtliche Summe. Bei näherer Betrachtung zeigt sich allerdings: Der Großteil der Kosten entsteht nach jetziger Planung bei der Aufwertung der Auenlandschaft Hohenrode. Rund 150000 Euro – also knapp zwei Drittel der veranschlagten Kosten – sollen dort Aussichtsturm, Schutzhütte und Infotafeln kosten. Das ging gestern aus einem Gespräch unserer Zeitung mit Planungsträger Wilhelm Kuhlmann vom Naturpark Weserbergland hervor. Besitzer der Auenlandschaft ist der Naturschutzbund (Nabu). Für die Kosten kommen aber nicht die Naturschützer selbst auf, sondern allein die öffentliche Hand.

 Allein der Aussichtsturm soll mit 60000 Euro zu Buche schlagen. Zunächst habe man einen Holzturm in Betracht gezogen, sagt Kuhlmann. Hinsichtlich der Haltbarkeit sei man von dieser Idee jedoch wieder abgerückt und habe sich für mehr Nachhaltigkeit entschieden – und damit für die kostspieligere Variante: einen Turm aus verzinktem Stahl mit zusätzlicher Verkleidung.

 Dadurch fielen weniger Kosten bei der Instandhaltung an, für die die Kommune aufkommen müsse. Die übrigen 90000 Euro setzten sich aus Schutzhütte und Infostelen zusammen.

 „Dass sich der Nabu mit seinen bescheidenen Möglichkeiten bei der Finanzierung zurückhält, war von vornherein klar“, antwortete Nick Büscher, Chef der Rintelner Nabu-Gruppe gestern. „Das hat auch niemand von uns verlangt.“ Der Nabu sei „nur Projektpartner, nicht -träger“.

 Der Naturschutzbund stelle stattdessen sein Grundstück zur Verfügung, wo Aussichtsturm und Schutzhütte aufgebaut würden, und das ja „die Hauptattraktion“ bilde. „Außerdem würden wir die Pflege der Infrastruktur übernehmen, die Schilder reinigen und das Areal von anfallendem Müll befreien“, so Büscher weiter. Instandhaltungskosten für etwaige Reparaturen an Turm, Hütte und Stelen müssten von den Kommunen und Landkreisen getragen werden. „Da hat es einen Konsens gegeben“, sagt Büscher

 Darüber hinaus habe sich der Nabu schon stark inhaltlich eingebracht und dem Göttinger Planungsunternehmen Signatur Umweltmedien für die vorgesehenen Bildungsaspekte des Projekts zugearbeitet und beratend zur Seite gestanden.

pk

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