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Schon fast ein Ärztezentrum

Zukunft des Krankenhauses in Rinteln Schon fast ein Ärztezentrum

Während in Stadthagen über die Nachnutzung des Kreiskrankenhauses wegen privater Pläne für Ärztehäuser in der Innenstadt heftig diskutiert wird, bewegen sich die Pläne für Rinteln in ruhigem Fahrwasser.

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Ein Patient geht an Krücken in Richtung Haupteingang des Rintelner Kreiskrankenhauses.

Quelle: jak

Rinteln. Hauptgrund: Es steht bereits ein großer Ankernutzer in Aussicht, und es gibt (noch) keine konkurrierenden Investoren. Die Burghofklinik würde gern das Erdgeschoss mit rund 1600 Quadratmetern Fläche für die Erweiterung ihres Angebotes nutzen. In den Obergeschossen befinden sich bereits einige private Arztpraxen, und es könnten durchaus mehr werden, wenn das neue Klinikum Schaumburg 2017 seinen Betrieb in Vehlen voll aufgenommen und aus Rinteln all seine noch verbliebenen Stationen abgezogen hat.

 Kreissprecher Klaus Heimann sieht in der bisherigen Entwicklung quasi schon ein Ärztezentrum im Klinikbau. So gebe es dort schon eine private Praxis für Gynäkologie, einen Chirurgen, einen Diabetologen, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt, eine allgemeinmedizinische Praxis mit Onkologie, eine Physiotherapiepraxis sowie im Nebengebäude noch einen Neurologen und einen Orthopäden. Weitere Praxen sollen aber, so Heimann, nur mit Rücksicht auf eine ausgewogene Ärzteversorgung in der Innenstadt angesiedelt werden. „Das ist ein dynamischer Prozess“, sagt der Kreissprecher.

 Auch die Burghofklinik ist seit einigen Jahren mit einem eigenen Gebäude auf dem Gelände. Die Klinikleitung hatte kürzlich im Gespräch mit dieser Zeitung Interesse an einer Ausdehnung auf dem Klinikgelände bekundet (wir berichteten). Allerdings müsste dafür auch erst der Bettenbedarf genehmigt werden. Die Burghofklinik in der Altstadt bliebe in Betrieb, versicherte Klinikchef Dr. Axel Weibezahl.

 Wie viel Platz im Klinikgebäude, das laut Heimann über eine gute Bausubstanz verfügt, am Ende frei wird, ist noch nicht genau ermittelt. So ist zum Beispiel unklar, was aus der früheren Küche und der heutigen Cafeteria werden soll. Heimann: „Aber noch ist Zeit genug, sich darüber Gedanken zu machen. Wir müssen ja nicht zwei Jahre vor dem kompletten Auszug der Klinik schon für alles Pläne in der Schublade haben.“

 Vorerst sicher ist auf jeden Fall der Fortbestand der Kindertagesstätte samt Kinderkrippe am Kreiskrankenhaus. Sie steht seit Jahren auch für Kinder von Nichtbediensteten des Krankenhauses offen. „Wir sprechen mit der Stadt Rinteln auch über eine Übergabe“, sagt Heimann, denn der Betrieb von Kitas gehört nicht zum Kerngeschäft eines Landkreises. Am neuen Klinikum ist jedenfalls keine neue Kindertagestätte vorgesehen.

 Bestandsschutz hat auch die Krankenpflegeschule am Kreiskrankenhaus Rinteln, die einzige im Landkreis Schaumburg. Auch für sie ist kein Ersatz am neuen Klinikum vorgesehen.

 Die Krankenpflegeschule neben dem Krankenhaus hat Bestandsschutz. Am neuen Klinikum ist kein Ersatz für sie vorgesehen.

dil

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