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Schüler auf Straße geschlagen und getreten

Rinteln/Bückeburg Schüler auf Straße geschlagen und getreten

Ein Berufungsverfahren um eine blutige Auseinandersetzung in der Rintelner Nordstadt ist nun für einen Arbeiter recht glimpflich zu Ende gegangen: Der 22-Jährige, der an einem Januarabend mit weiteren unbekannt gebliebenen Personen über einen Schüler (16) hergefallen war, muss jetzt eine Geldstrafe von 4200 Euro berappen.

Rinteln/Bückeburg. Das entspricht vier Monatseinkommen für den Angeklagten.

 Außerdem hat er dem an Kopf und Oberkörper verletzten Jugendlichen zur Schadenswiedergutmachung ein Schmerzensgeld in Höhe von 1500 Euro zu zahlen.

 Die Berufungskammer des Bückeburger Landgerichts unter Vorsitz von Richterin Eike Höcker verurteilte den Rintelner nun wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung in einem minder schweren Fall. Nach einem vorangegangenen Rechtsgespräch und einer Einigung entsprach die Strafe im Wesentlichen den Anträgen von Oberstaatsanwalt Klaus Jochen Schmidt, Verteidiger Ralf Jordan und Nebenklägervertreter Roland Schulz.

 Mit der Entscheidung kann der Arbeiter gut leben, denn erstinstanzlich war er vom Amtsgericht Rinteln noch zu einer Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung verdonnert worden. Damals hatte der Angeklagte den Vorwurf energisch bestritten und behauptet, am Tatabend zu Hause gewesen zu sein. In der Berufung räumte er jetzt den Übergriff ein und entschuldigte sich bei dem Opfer. Der 16-Jährige nahm die Entschuldigung auch an.

 Der Fall: An einem Januarabend 2011 ging der Schüler gegen 20.15 Uhr mit seinem Hund noch einmal nach draußen. Der Jugendliche bemerkte dann, dass ein dunkler Pkw anhielt, in dem der Angeklagte und drei Begleiter saßen. Der ihm bekannte Arbeiter stieg aus, ging gleich auf den Schüler zu und schlug ihm ins Gesicht. Anschließend wurde der 16-Jährige von einem unbekannten Täter von hinten angegriffen und bekam dabei vermutlich mit einem Gegenstand einen Schlag auf den Kopf. Auf dem Boden liegend musste er danach von den Angreifern weitere Schläge und auch Tritte einstecken.

 Über ein Motiv für die Auseinandersetzung zwischen den beiden jungen Leuten wurde während der Gerichtsverhandlung nichts bekannt.

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