Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regen

Navigation:
Schüler auf offener Straße zusammengeschlagen

Rinteln / Prozess Schüler auf offener Straße zusammengeschlagen

Nach einer Gewalttat in der Nordstadt steht ein 22 Jahre alter Arbeiter nun mit einem Bein im Gefängnis: Richter Christian Rost erkannte auf gemeinschaftliche gefährliche Körperverletzung und verhängte gegen den jungen Mann eine Freiheitsstrafe von neun Monaten ohne Bewährung.

Voriger Artikel
„Und hier soll man sich wohlfühlen können?“
Nächster Artikel
„Beruhigungspille“ aus dem Ministerium
Quelle: dpa

Rinteln (maf). Rost war überzeugt davon, dass der Rintelner mit mindestens einem unbekannten Mittäter über einen Schüler (16) hergefallen war und diesen am Kopf verletzt hatte. Gegen das Urteil kann der Angeklagte aber noch Berufung einlegen.

Tatort Nordstadt: An einem Januarabend ging ein Schüler gegen 20.15 Uhr mit seinem Hund noch einmal nach draußen. Er sah dann, dass ein dunkles Auto anhielt, dachte sich aber nichts dabei. Nach Aussage des 16-Jährigen wurde die Fahrertür geöffnet, wobei er im Licht den Angeklagten erkannte. Dieser stieg aus dem offenbar mit mehreren Personen besetzten Wagen aus, kam gleich auf den Schüler zu und schlug ihm ins Gesicht. Anschließend wurde der Jugendliche von einem Mittäter, den er nicht kannte, von hinten angegriffen und erhielt dabei vermutlich mit einem Gegenstand einen Schlag auf den Kopf. Das Opfer ging zu Boden, sah Sterne und musste danach von den Angreifern weitere Schläge und auch Tritte einstecken. Ein herbeigerufener Polizist befragte wenig später den am Kopf verletzten Schüler, der sich bereits in der Notaufnahme des Krankenhauses befand.

Ungeklärt blieb das Motiv für die Tat. Das Opfer kannte keinen Grund, meinte nur, der Angeklagte hätte viel mit seinen Brüdern zu tun gehabt.

Vor Gericht bestritt der Arbeiter vehement den Vorwurf. „Ich war es auf jeden Fall nicht“, sagte der 22-Jährige. Er will an jenem Abend spätestens um 19.30 Uhr zu Hause gewesen sein. Dies bestätigten seine Eltern. Auch ein Bruder des Angeklagten gab an, er hätte es gemerkt, wenn der weggegangen wäre. In seiner Urteilsbegründung machte Rost klar, dass den Eltern nun ein Verfahren wegen Falschaussage droht. Dagegen lasse die Aussage des Bruders offen, ob der Angeklagte nicht doch das Haus verlassen habe.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Die „Schlossklause“, die ehemalige Gaststätte an der Arensburg, fiel vermutlich Brandstiftung zum Opfer... mehr