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Schulter- und Gelenkchirurgie startet

Rinteln / Neue Fachrichtung Schulter- und Gelenkchirurgie startet

Die Veränderungen in der Geschäftsführung des Klinikums Schaumburg ändern nichts an den Plänen, das Rintelner Krankenhaus wieder zu stärken. Trotz hoher jährlicher Defizite und der Aussicht auf das Vehlener Gesamtklinikum in rund zwei Jahren waren die Klinikverantwortlichen nie müde geworden, zu betonen, dass Rinteln ein wichtiger Grundpfeiler der Zukunftsplanung sei.

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Noch steht „Standby“ auf der Apparatur: Anästhesie-Chefarzt Dr. Hubertus Finsterwalder (von links), Siegfried Knitter (Leitung Pflege/Anästhesie OP), Dr. Karl-Heinz Thielke, Dr. Peter Calbe und Dr. Florian Barth operieren ab morgen gemeinsam im Krankenhaus Rinteln.

Quelle: ll

Rinteln. Das sieht auch der neue Geschäftsführer Achim Rogge so. Rinteln bleibe bis zur Inbetriebnahme des Klinikums in Vehlen aktiv, versicherte er gestern.

 Noch etwas verloren wirkend in den ungewohnten Räumlichkeiten des Rintelner Krankenhauses konnte der seit rund drei Wochen tätige Geschäftsführer am Montagabend ein neues Standbein des Krankenhausbetriebs vorstellen. Ab morgen sollen an der Virchowstraße zusätzlich Schultern, Hüften und Knie operiert werden können. Zum 1. Oktober startet die Abteilung für Schulter- und Gelenkchirurgie am Rintelner Krankenhaus – ein „weiterer Schritt der Zusammenarbeit“ zwischen der Krankenhausprojektgesellschaft und der „Praxis am Wall“.

Dr. Karl-Heinz Thielke und Dr. Florian Barth werden in Zukunft als Leitende Ärzte der Abteilung Operationen im Krankenhaus durchführen. Dieses Kooperationsmodell nennen die Mediziner „Sektoren übergreifende Betreuung“. Die „Praxis am Wall“ betreibt nach wie vor ihre unfallchirurgisch-orthopädische Gemeinschaftspraxis am Josua-Stegmann-Wall und ist auch weiterhin für ambulante Behandlungen, Vor- und Nachsorge zuständig. Darüber hinaus aber steht das Krankenhaus jetzt für stationäre Aufenthalte und größere Operationen zur Verfügung. Sprechstunden allerdings gibt es dort nicht, die werden weiterhin an der Praxis am Wall stattfinden, sagte Dr. Peter Calbe.

Calbe selbst werde für Visiten am Krankenhaus zur Verfügung stehen, weiterhin ambulant in der „Praxis am Wall“ operieren. Für Rinteln aber erhofft er sich neuen „Drive“, wie er gestern betonte, wieder so einen guten Ruf in der Gelenkchirurgie zu bekommen, wie ihn das Krankenhaus zu früheren Zeiten schon einmal hatte. Dazu stehen der Abteilung moderne Geräte zur Verfügung – rund 250.000 Euro sind investiert worden, so Rogge. Bezahlt hat sie der Landkreis Schaumburg als Krankenhausträger.

 Anfang nächsten Jahres solle es den nächsten Schwerpunkt in Rinteln geben. Die Etablierung der Neurologie ist seit Langem im Gespräch. Doch bisher wurden die Planungen nicht konkret. Ab Januar aber sollen neurologische Behandlungen für Patienten aus allen drei Schaumburger Krankenhäusern angeboten werden. Laut Krankenhausprojektgesellschaft (KPG) sollen dann Krankheiten wie Multiple Sklerose, Epilepsie oder Parkinson behandelt werden. Personalentscheidungen seien in den letzten Zügen. „Wir führen zurzeit abschließende Vertragsgespräche mit dem zukünftigen Chefarzt“, erklärte Rogge.

 Das medizinische Spektrum des Rintelner Krankenhauses werde laut KPG bis zum Start des Gesamtklinikums nach und nach mit Schwerpunkten versehen. Ein weiterer ist die bereits angebotene „geriatrisch-frührehabilitative Komplexbehandlung“. Wer nach einer Erkrankung oder der Entlassung aus einer Klinik körperlich noch nicht wieder ganz hergestellt ist, werde in Rinteln wieder „fit für zu Hause“ gemacht.  ll

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