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Schwaches Herz: Kurzer Atem kann schon Hinweis sein

Rinteln / „Herzwochen“ Schwaches Herz: Kurzer Atem kann schon Hinweis sein

Die Deutsche Herzstiftung hat ihre „Herzwochen“ im gesamten November unter das Thema der Herzinsuffizienz (chronische Herzschwäche) gestellt.

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Dr. Christian Vielhauer ist Oberarzt im Kreiskrankenhaus Rinteln. Heute informieren er und seine Kollegen über die chronische Herzschwäche.

Quelle: ll

Rinteln. Nach Angaben der Stiftung werden bundesweit rund 400000 Herzpatienten jährlich in Krankenhäusern behandelt. Auch im Krankenhaus Rinteln finden heute Informationsveranstaltungen rund um „das schwache Herz“ statt. Lars Lindhorst sprach vorab mit Dr. Christian Vielhauer, Oberarzt der Inneren Abteilung am Krankenhaus Rinteln, über Ursachen und Vermeidungsstrategien solcher Herzschwächen. Dr. Vielhauer, eine ganz persönliche Frage: Ich bin 38 Jahre alt, rauche, trinke Alkohol und mache nicht sonderlich viel Sport. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann Ihr Patient bin?

 Die ist jedenfalls nicht gering. Nikotin und Bewegungsmangel gehören zu den Risikofaktoren für eine koronare Herzkrankheit, mit Verengungen der Herzkranzgefäße. Dazu zählen auch der als Zuckerkrankheit bekannte Diabetes mellitus, ein zu hoher Cholesterinspiegel, zu hoher Blutdruck, Übergewicht, salzreiche Kost oder auch die erbliche Veranlagung. Die schwerwiegendsten Faktoren, um eine chronische Herzschwäche zu bekommen, sind aber der Bluthochdruck und die koronare Herzkrankheit, insbesondere der daraus resultierende Herzinfarkt. Und wie ist das mit dem viel beschworenen täglichen Glas Rotwein, das Herzbeschwerden angeblich vermeiden soll?

 Es gibt Hinweise darauf, dass das möglicherweise vor dem Herzinfarkt schützen kann. Möglicherweise, das sage ich ganz bewusst so. Und es muss auch kein Rotwein sein. Es gibt Studien, die besagen, dass – in geringen Mengen – Alkohol generell eine schützende Wirkung haben kann. Es sollte aber nicht mehr als ein Drittelliter Bier oder ein Achtelliter Wein pro Tag sein. Was passiert bei einer Herzinsuffizienz im Körper?

 Das Herz kann den Körper und seine Organe nicht mehr mit genug sauerstoffreichem Blut und Nährstoffen versorgen. Das kann zu Luftnot – im Extremfall sogar im Ruhezustand – und zu Ödemen, also Flüssigkeitseinlagerungen in Beinen und Knöcheln, führen. Jeder Patient mit neu aufgetretener Luftnot sollte sich beim Hausarzt vorstellen, um die Ursache abklären zu lassen. Kann man denn sagen, je älter man ist, desto anfälliger ist man auch für eine Herzschwäche?

 Das ist so. Mit höherem Alter tritt die Herzinsuffizienz häufiger auf. Der Bluthochdruck zum Beispiel macht keine Beschwerden und wird oft gar nicht wahrgenommen und deswegen auch nicht behandelt. Bis zur Herausbildung einer chronischen Herzschwäche ist es aber ein längerer Prozess. Gibt es ein Rezept dafür, dass man von Herzleiden verschont bleibt?

 Mit einem gesunden Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung und einer vernünftigen Ernährung kann man viel tun. Die Mittelmeer-Küche wird immer als Paradebeispiel genannt, wenn es um ausgewogene Ernährung geht. Selbstverständlich sollte auch nicht geraucht werden. Bei fast allen, die einmal erkrankt sind, hilft als Therapie und Prävention vor Fortschreiten der Herzschwäche die regelmäßige Einnahme von Medikamenten und die Umstellung des Lebensstils. Termin:

 Heute in der Zeit von 17 bis 19 Uhr informieren Rintelner Ärzte mit Vorträgen zur Herzschwäche. Referenten: Olga Sawinych, Fachärztin der Inneren Abteilung, zum Thema „Beschwerden, Risikofaktoren, Ursachen“; Dr. Christian Vielhauer, Oberarzt Innere Abteilung zum Thema „Medikamentöse und nicht medikamentöse Therapie“; Torsten Figura, Kardiologe, zum Thema „Alltagsprobleme – Körperliches Training?“ Die Vorträge finden im Speisesaal des Krankenhauses statt und sind kostenfrei. Die Moderation übernimmt Chefarzt Dr. Christoph Hunnius.ll

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