Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Seeluft am Alten Hafen

„Shanty und gute Laune“ Seeluft am Alten Hafen

„Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, „La Paloma“, „Wo die Nordseewellen trekken an den Strand“ oder „Ick heff mol een Hamborger Veermaster seen“: Alles das gehört zu jenen kernigen Seemannsliedern, mit denen ehemals klassische Männergesangvereine zurzeit ihr Repertoire aufpeppen.

Voriger Artikel
Windräder: Weiter ohne Bedenken
Nächster Artikel
Stau, aber kein großes Chaos

Beim Hafenfest kamen Seebären auf ihre Kosten.

Quelle: wh

Rinteln. Auch die Vereinigten Chöre Rinteln (VCR) haben diesen Kurs gesteckt und mit ihrem ersten Hafenfest im vorigen Jahr einen Nerv getroffen, der bloße Zuhörer zu begeisterten (Mit-)Seefahrern macht. Und weil’s so viele Seemannslieder mit Ohrwurm-Potenzial gibt, die zum Mitsingen verführen, hatten die Shanty-Sänger vom Rintelner Weserstrand für ihren neuen Sommerauftritt wieder zwei Tage angesetzt.

Am späten Sonnabendnachmittag zeigte schon das Motto „Shanty und gute Laune“ deutlich an, wo die Reise hingehen sollte. So schallte es dem zeitweise wolkenverhangenen und regen bringenden Himmel unter anderem wie selbstverständlich entgegen: „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern.“ Für VCR-Chef Franz Josef Stöckl war bei der Hafenfest-Eröffnung alles klar zum Ablegen. „Und weil wir vor einem Jahr so ein tolles Wochenende am Alten Hafen erlebt haben, würde ich mir wünschen, dass wir jedes Jahr so ein Fest hätten“, gab Bürgermeister Thomas Priemer schon vor dem Start der Zweitauflage kräftigen Rückenwind.

Gemeinsam eröffneten Stöckl und Priemer mit einem Cocktail die „Haifischbar“, die Erinnerungen an die legendäre Fernsehsendung der sechziger Jahre weckte. „Auch wenn nicht damit zu rechnen ist, dass Freddy Quinn um die Ecke gelaufen kommt“, wünschte der Bürgermeister dem Fest für seine zwei Etappen eine gute Fahrt.

Solosänger und Akkordeon-Virtuosen

Auch August Ziesenhis aus Springe, der Vorsitzende des Kreis-Chorverbandes Weserbergland, schien angetan vom Konzept der VCR-Seefahrer, mit Seemannsliedern neue Sängerwelten beziehungsweise neues Publikum zu erschließen.

Kurz nach Beginn brillierte Helmut Kollmeyer als Solo-Sänger mit seiner Version von „La Paloma“ und mit einem Schmelz in der Stimme, der für einen Moment glauben machte, Hans Albers sei wieder auferstanden. Und wenn so bekannte Lieder wie „Hein spielt abends so schön auf dem Schifferklavier“ gleich von zwei Akkordeon-Virtuosen wie Hans Hübner aus den eigenen Reihen der VCR-Sänger sowie deren Chorleiter Viktor Pidpalyy begleitet werden, ist das kaum noch zu toppen?

Mit ihrem Ehrenvorsitzenden Friedrich-Wilhelm Hoppe können die VCR zudem einen Moderator bieten, der durch Anekdoten und Witze mit regionaler Färbung das Publikum zum Lachen bringt. Ein Auditorium übrigens, das bei den entsprechenden Parts fast schon automatisch mitsingt. Auch das Feuerwehrblasorchester Rinteln unterstützte das maritime Flair: Zum übergreifenden Charakter des Hafenkonzerts passte ebenso der ökumenische Gottesdienst am Sonntagmorgen sowie das nachfolgende Programm. Bei „Shanty meets Dixieland“ war schnell deutlich: Beides geht gut zusammen. Den Oldtime Jazz aber überließen die Vereinigten Chöre ihren „Special Guests“ von der Little Johns Jazz Band. wh

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

O’zapft is heißt es in der Stadthäger Festhalle wieder am Freitag und Sonnabend, 23. und 24. September. Dann dominieren die Farben Blau und Weiß in der Halle und fesche Frauen in farbenfrohen Dirndln tanzen auf den Tischen... mehr