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„Sehr ungute Mischung“

Rinteln / Vor Gericht „Sehr ungute Mischung“

Sieben Monate nach einem Unfall an der Abfahrt der B238 zur Konrad-Adenauer-Straße ist ein 54-jähriger Arbeiter wegen Vollrausches verurteilt worden.

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Rinteln.. Der betrunkene Mann (rund drei Promille) war mit seinem Wagen an einer roten Ampel mit zwei Autos kollidiert.

 In den Fahrzeugen saßen zwei Frauen und ein Kleinkind, es gab mehrere Leichtverletzte. Nun muss der 54-Jährige eine Geldstrafe von 2400 Euro zahlen. Richter Christian Rost entzog ihm zudem die Fahrerlaubnis und verhängte eine Führerscheinsperrfrist von noch einem Jahr.

 Anfang Januar befand sich der Arbeiter in einer verzweifelten Situation. Er war nach schweren Wirbelsäulenproblemen vor Jahren operiert worden und durch die lange Einnahme von Schmerzmitteln abhängig geworden. Zur Tatzeit machte er einen Opiatentzug durch. Zudem ist der Mann Alkoholiker. Wegen der starken Schmerzen fing er eines Abends an, Wodka zu trinken und hörte erst um 3 Uhr auf. Im Fernsehsessel schlief er ein und machte sich gegen 7.30 Uhr auf den Weg zu seiner Therapie. Zuvor nahm er noch einen Cocktail aus diversen Medikamenten ein.

 Zusammen mit dem Alkohol kam es zu einer Wirkungsverstärkung. „Eine sehr ungute Mischung“, sagte dazu ein medizinischer Sachverständiger. Der Arzt errechnete auch eine erhebliche Menge Wodka, die der Angeklagte damals getrunken haben muss: maximal 1,4 Liter, mindestens jedoch 840 Milliliter. Der Betrunkene steuerte sein Auto rund zehn Kilometer nach Rinteln, fuhr an der roten Ampel auf einen stehenden Golf auf, der wiederum auf einen Toyota geschoben wurde. Beim Räumen der Unfallstelle fuhr der Mann auf einen Parkplatz und prallte dabei gegen ein Schild. Er wirkte geistesabwesend, blieb in seinem Auto sitzen und redete nicht.

 „Die ganze Sache tut mir unheimlich leid“, beteuerte der Arbeiter. maf

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