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Sicherheit wird großgeschrieben

Stadtwerke Rinteln Sicherheit wird großgeschrieben

Die Stadtwerke Rinteln haben das Zertifikat für das technische Sicherheitsmanagement der Sparten Gas, Wasser und Strom erhalten. Die Zertifizierung wird vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und dem Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE vergeben.

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Torsten Birkholz (Zweiter von links) überreicht das TSM-Zertifikat an Jürgen Peterson (links). Thomas Sewald und Jan-Philipp Giltmann (rechts) von den Stadtwerken Rinteln sind vom Technischen Sicherheitsmanagement überzeugt.

Quelle: la

RINTELN. Aber was heißt das für die Kunden und Mitarbeiter der Stadtwerke? „Damit bestätigen die Verbände dem Versorgungsunternehmen eine sichere wirtschaftliche und umweltfreundliche Versorgung in den einzelnen Sparten“, erklärt der Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Nord, Torsten Birkholz, der das Zertifikat an den Geschäftsführer der Stadtwerke, Jürgen Peterson, den Technischen Leiter Thomas Sewald sowie den Projektkoordinator Jan-Philipp Giltmann überreichte.

„Wir haben das Unternehmen organisationssicher aufgestellt“, so Peterson. Das heißt zum Beispiel, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet ist, der Kunde vor Ort bestens bedient wird und ausreichend Personal bereitsteht, um die Sicherheit zu garantieren – und zwar in allen Bereichen von der Planung, über den Bau, die Instandsetzung, Wartung und die Bereitschaft. „Wir haben uns gut vorbereitet auf die freiwillige viertägige Überprüfung durch die externen unabhängigen Gutachter des DVGW und des FNN“, erklärte Peterson. Die gesamte Organisation des Unternehmens, speziell der Bereitschaftsdienst, sowie die Fachkompetenz der Mitarbeiter seien auf den Prüfstand gekommen. „Zum Beispiel muss bei Gasproblemen sichergestellt sein, dass innerhalb von höchstens 30 Minuten Fachpersonal vor Ort ist“, erklärte Sewald. Auch die Anlagen für die Gas-, Wasser- und Stromversorgung wurden gecheckt. „Sie befinden sich alle in einem sehr guten technischen Zustand“, stellte Birkholz fest.

Gemeinsame Überprüfung

Die Stadtwerke Rinteln stellen sich diesem Verfahren bereits zum zweiten Mal. Mehr als 500 Fragen zur Organisation des Unternehmens, zur Qualifikation des Personals, zur technischen Ausstattung, zur Planung, zur Betriebs- und Instandhaltung der Anlagen mussten von den Verantwortlichen beantwortet werden. Im Bereich der Materialwirtschaft wurden insbesondere die Abfall- und die Gefahrstoffverwaltung überprüft. Erstmalig nahmen die Verbände die rund 200 Fragen umfassende Überprüfung des allgemeinen Teils des Sicherheitsmanagements gemeinsam vor. Nach dem allgemeinen Teil wurden die Sparten Gas, Wasser und Strom einer Kontrolle unterzogen.

Mit der Verleihung des Zertifikates für technisches Sicherheitsmanagement wird von den Verbänden bestätigt, dass die Stadtwerke Rinteln alle Anforderungen an die Organisation, das Beauftragtenwesen, die Ablauforganisation inklusive Personalqualifikation und Weiterbildung, technische Dokumentation, Bereitschafts- und Entstörungsdienst sowie Regelwerksverwaltung und Arbeitsvorbereitung erfüllen und der Zustand der Anlagen einwandfrei ist. „Im Prinzip heiß TSM – alles richtig gemacht“, bringt es Peterson auf den Punkt.

Technisch sehr gut aufgestellt

Alle hätten sich an der Zertifizierung beteiligt, von der Unternehmensleitung bis zum Monteur im Graben. „In der Organisation muss jeder Bescheid wissen, wie er sich verhalten muss, was zu seiner Schutzausrüstung gehört und wann seine Leiter zum nächsten Mal TÜV-geprüft wird“, so Peterson. Die Mitarbeiter würden ständig sensibilisiert – durch Schulungen, Sicherheitsbelehrungen und Erste-Hilfe-Kurse.

„Wir sind ein kleiner Stadtwerke-Betrieb und müssen alle Anforderungen in den täglichen Ablauf einpassen. Die Mitarbeiter müssen wissen, was sie wann tun müssen – täglich neu und flexibel“, sagt Sewald.

Mit der Urkunde bestätigten die Verbände, dass das Rintelner Unternehmen technisch sehr gut aufgestellt ist und alle Qualitätssicherungsmaßnahmen beachtet. „Wir sind froh, dass wir das Zertifikat nun haben, denn es ist inzwischen bei vielen Konzessionsverfahren Bedingung“, so Peterson.

Und was hat die Zertifizierung sonst noch gebracht? „Das Betriebshandbuch hat jeder Mitarbeiter auf dem PC. Außerdem gibt es Krisenpläne, die mit dem Landkreis und der Stadt abgestimmt sind und mit vielen Empfehlungen der Prüfer gespickt sind“, sagte Sewald. Trotz allem müsse man die Weiterentwicklung beobachten. „Wir dürfen keine Routine zulassen“, betonte Peterson. la

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