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So viel Qualität schafft Vertrauen

Rinteln / Gütesiegel der Landeskirche So viel Qualität schafft Vertrauen

„Bei dir, Jutta, hat man manchmal den Eindruck, Du stehst immer unter Strom.“ Ja, solche Worte sprach Pastor Dirk Gniesmer, als er eine Lobrede hielt auf den Comenius-Kindergarten in der Nordstadt. Er meinte Jutta Meves, die Leiterin der Kita, die mit viel Energie dafür sorgte, dass im Johannis-Kirchzentrum ein ganz besonderer Festakt gefeiert werden konnte: Ab sofort darf sich der Comenius-Kindergarten offiziell landeskirchenweit als Vorbild betrachten.

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Für Qualität in der Betreuung ausgezeichnet: Jutta Meves, Leiterin des Comenius-Kindergartens (hinten r.), mit ihren Schützlingen.

Quelle: cok

Rinteln. Aus den Händen von Doris Stadler, Geschäftsführerin im Landesverband evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder, erhielten Meves und ihr Team die Urkunde für das „Evangelische Gütesiegel BETA“ des Diakonischen Werkes der ev.-luth. Landeskirche Hannovers.

 QMSK – vier erst mal rätselhafte Buchstaben, sie sind für das Comenius-Team seit vielen Jahren eine selbstverständlich gewordene Abkürzung für „Qualitätsmanagement-System für Kindertagesstätten“. Seit dem Jahr 2008 bereitete sich der Kindergarten auf die Herausforderung vor, die Prüfung für höchste Ansprüche rund um die Führung der Kita zu genügen. Nur insgesamt neun Kindertagesstätten innerhalb der Landeskirche Hannovers wagten bisher, sich dieser Aufgabe zu stellen. Sie bedeutet, alle alltäglichen Arbeitsabläufe einem Organisations- und Kontrollsystem zu unterstellen, das auf nachprüfbare Weise das Beste für die Betreuung der Kinder, die Zusammenarbeit mit den Eltern und die effektive Geschäftsführung eines Kindergartens garantiert.

 Dafür musste sich der Comenius-Kindergarten einem ausgefeilten System unterwerfen, das nicht nur die Entwicklung jedes einzelnen der 100 Kita-Kinder dokumentiert, Elterngespräche protokolliert und die Selbstreflexion der 18 Kolleginnen organisiert. Es umfasst auch Einsatzpläne, Öffentlichkeitsarbeit oder etwa die Bewertung der Lieferanten. Ein dickes Handbuch, das mithilfe der Gemeindesekretärin der Johannis-Kirchengemeinde, Andrea Stemme, erstellt wurde, es galt und gilt als Bibel für das Comenius-Team. „Anfangs schien die Aufgabe fast nicht zu bewältigen“, meinte Meves in einem Vorgespräch. „Doch nach und nach merkten wir, wie sehr dieses Regelsystem uns dabei half, uns noch besser zu organisieren und dabei mit einem Blick in die Dokumentationen immer auf dem gleichen Informationsstand zu sein.“

 Vertreter der Stadt und der Kirche, der Sparkasse und der Stadtwerke, dazu Eltern, Nachbarn des Kindergartens und Mitarbeiter anderer Kindergärten füllten das Johannis-Kirchzentrum beim Festakt und freuten sich mit Meves, ihrer Co-Leiterin Annika Korff und den engagierten Mitarbeiterinnen über die Vergabe des Gütesiegels, dessen Anforderungen zu vollen 100 Prozent erfüllt worden waren.

 Claudia Koops, die landeskirchliche Fachberaterin und Begutachterin rund um das Qualitätsmanagement, betonte, dass ein starker Wille vorhanden sein müsse, um den Anforderungen für das Gütesiegel nicht nur zu genügen. Dies sei als ein immer weiter zu beschreitender Weg aufzufassen, um mit ständigen Verbesserungen der kommenden Generation den bestmöglichen Start in die Zukunft zu geben. „Aber am starken Willen der Comenius-Leitung hat es wirklich in keinem Augenblick gemangelt“, meinte sie voller Anerkennung. Was sie ebenfalls beeindruckte: Dass sowohl die Johannis-Kirchgemeinde als auch die Stadt Rinteln und weitere Sponsoren die Weiterentwicklung des Kindergartens kraftvoll unterstützten.

 Meves warb auf humorvolle Weise um Spenden für die geplante Solaranlage auf dem neuen Dach des Comenius-Gebäudes. „Wir wollen rundherum aufs Ganze gehen“, meinte sie. Was das Gütesiegel betrifft, so wird es jetzt deutlich am Eingang des Kindergartens prangen. „Sie können das tragen wie eine neue Brosche“, so sagte Stadler. „Es wird allen Eltern sagen, dass es sich hier um eine geprüfte Kita handelt, der sie ihre Kinder bedenkenlos anvertrauen können.“ cok

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