Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Spielzeug, Kleidung und Hausrat fehlen

Rinteln Spielzeug, Kleidung und Hausrat fehlen

Die Unterstützung der Rintelner für die Flüchtlinge ist weiter groß. Beim Info-Abend der Stiftung für Rinteln im Mehrgenerationenhäuschen beim Adventszauber am Dienstag war allerdings nichts los.

Voriger Artikel
Feuerwehr rettet vier Menschen
Nächster Artikel
Beifall eines verwirrten Publikums

Stiftung für Rinteln, Arbeiterwohlfahrt, Familienzentrum und Kinderschutzbund werben im Mehrgenerationenhäuschen des Rintelner Adventszaubers um Unterstützung für Flüchtlinge: Eine Flüchtlingsbetreuerin mit Kind (vorn, von links) und Christel Grannemann-Bülte (Familienbüro, mit Verkehrslehrbuch), dahinter Andrea Ossenkopp-Weber (von links), Cornelia Budde, Manfred Asche, Veronika Matamu, Albrecht Schäffer, Hermann Stoevesandt, Thomas Priemer und Wolfgang Foerstner.

Quelle: tol

Rinteln. Draußen regnete es in Strömen, drinnen fröstelte man mangels Heizung. Da wollte kaum jemand kommen, um die von einer mazedonischen Familie gebackenen Kekse zu probieren. Es soll diese nun gegen Spenden im Bürgerbüro, Klosterstraße 20, geben.

„Dabei war der Erlös dafür bestimmt, mit jungen Flüchtlingen mal einen Bummel über den Weihnachtsmarkt zu machen“, teilte Veronika Matamu mit, die als Sozialarbeiterin unter anderem in der Flüchtlingsunterkunft am Kerschensteiner Weg (ehemalige Pestalozzischule) tätig ist. Spendenaufrufe:

Die Stiftung und die Arbeiterwohlfahrt (Awo) haben im Mehrgenerationenhäuschen weiterhin zwei Spendenaufrufe liegen. Außer auf persönlichen Einsatz bei der Begleitung einzelner Flüchtlinge, Hilfe beim Sprachunterricht, kreative Angeboten und Geldspenden an den Awo-Kreisverband hofft Matamu auf Sachspenden: Fahrräder, Fernseher, Handtücher, Geschirrtücher, Decken, Bettwäsche, Kinderspielsachen, Geschirr, Schultaschen, Schulmaterialien, Bastelmaterialien, Nähmaschinen und Stoffe, Handarbeitsmaterialien, Sport- und Fitnesskleingeräte, Hygieneartikel (Deo, Seife, Shampoo), Bügeleisen und Bügelbrett, Koffer, Taschen, Staubsauger und Wasserkocher. „Und was zu viel ist, geben wir an die Prince Rupert School weiter“, sagt Matamu. Wer in der Pestalozzischule spenden will, wende sich an Matamu, Telefon (05751) 8908870 und (0151) 74103705 sowie E-Mail an dfs.vm@awo-kv-schaumburg.de, oder an den Hausmeister Stefan Feuerriegel, Telefon (05751) 8908871 und (0173) 5319983 sowie E-Mail an Hausmeister.50@landkreis-schaumburg.de.

Für die Landesnotunterkunft in der früheren Prince Rupert School bittet die Stiftung um folgende Spenden: Spielzeug, Kinder- und Babyausstattung, Regen- und Winterkleidung für Kinder bis Größe 140, Außenspielgeräte, Kassettenrekorder (funktionsfähig) und Nähmaschinen für Erwachsene. Spenden nimmt das Deutsche Rote Kreuz nach Absprache unter Telefon (05751) 9238850 (Theresa Wettschereck) entgegen. Bürgerversammlung:

Bürgermeister Thomas Priemer, gleichzeitig Geschäftsführer der Stiftung für Rinteln, hat in dem Häuschen auch den Termin für die versprochene zweite Bürgerversammlung in der Steuerakademie Niedersachsen neben der ehemaligen Prince Rupert School bekannt gegeben: Am Montag, 14. Dezember, ab 18.30 Uhr werden dort er selbst, Polizeichef Wilfried Korte und dessen Stellvertreterin Daniela Kempa, Eckhard Ilsemann und Bernd Koller vom DRK sowie eine Awo-Vertreterin die Anwohner über die neuesten Entwicklungen, bisherige Erfahrungen und die Zukunft der Flüchtlingsunterkunft informieren. Polizeisprechstunde:

Kempa hat inzwischen zweimal eine Sprechstunde für Flüchtlinge in der Prince Rupert School abgehalten. „Beim ersten Mal kamen über 100 und hatten vor allem Fragen zur Registrierung“, sagt Kempa. „Inzwischen sind dort ja alle registriert. Deshalb haben wir für die nun schon 150 Zuhörer beim zweiten Mal zunächst einen Vortrag über Grundrechte und Pflichten in Deutschland gehalten. Da gab es dann weniger Fragen – zum Beispiel die, ob ein Führerschein aus dem Libanon hier auch gültig ist.“

Die Termine werden immer kurzfristig über die Lautsprecheranlage in der Unterkunft bekannt gegeben. „Die Sprechstunden haben sich bewährt und sollen fortgesetzt werden“, erklärt Kempa. Ob es in diesem Jahr noch dazu komme, sei aber fraglich. Sie werde jedes Mal von einer Kollegin begleitet, so Kempa, „damit die Flüchtlinge auch sehen, dass in Deutschland die Frauen gleichberechtigt sind“. Das Dolmetschen übernehmen Sozialarbeiter und fremdsprachenkundige Flüchtlinge selbst. Weihnachtlicher Begegnungsabend:

Die Stiftung für Rinteln und die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Nikolai laden Flüchtlinge zu einer Begegnung für Donnerstag, 17. Dezember, 16 Uhr, in die Stadtkirche St. Nikolai ein. Dort soll ihnen die Bedeutung des Weihnachtsfestes für Christen nahe gebracht werden, denn viele Flüchtlinge gehören anderen Religionen oder gar keiner an. dil

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg