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Spritztour endet an Ahornbaum

Straßenverkehrsgefährdung Spritztour endet an Ahornbaum

Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Steinberger Straße mit zwei verletzten jungen Männern wird nun noch einmal von vorn aufgerollt: Nachdem der Prozess um eine dubiose Trunkenheitsfahrt im Herbst nach mehrstündiger Verhandlung platzte, muss sich jetzt ein 20 Jahre alter Auszubildender erneut vor dem Amtsgericht verantworten.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Ihm werden Straßenverkehrsgefährdung und fahrlässige Körperverletzung angelastet. Im November 2013 soll er nachts mit einem Sportwagen und 1,7 Promille im Blut von der Fahrbahn abgekommen sein. Dabei fuhr die Corvette ungebremst über die Straße, durchbrach einen Zaun sowie eine Hecke und prallte gegen einen Ahornbaum. Der Rintelner erlitt bei der Karambolage erhebliche Gesichtsverletzungen, sein mit im Auto sitzender Freund (19) unter anderem einen Oberschenkelbruch.

Auch in der Neuauflage des Prozesses äußerte sich der Angeklagte jetzt nicht zur Sache. Im Ermittlungsverfahren war jedoch behauptet worden, nicht er, sondern sein Freund sei der Fahrer gewesen. Dies bestritt der 19-Jährige.

Nach seiner Einlassung habe ihn der Angeklagte in jener Nacht kontaktiert und ihn eingeladen, mit ihm eine Runde zu drehen. Der ebenfalls alkoholisierte 19-Jährige sei dann eingestiegen, fragte aber, ob der Azubi etwas getrunken habe. Dieser verneinte. Schon nach wenigen Minuten endete die Spritztour am Ahornbaum: Vom Wilhelm-Busch-Weg kommend verlor der Fahrer bei leichtem Regen und nasser Fahrbahn im Einmündungsbereich der Steinberger Straße die Kontrolle über das Auto. Der Wagen fuhr einfach geradeaus über den Grünstreifen.

Nach dem verhängnisvollen Crash schien offensichtlich, dass der Angeklagte den Sportwagen gesteuert hatte. Während er dies vor Ort einem Polizisten erzählte, berichtete sein Kumpel, er sei Beifahrer gewesen und habe den Angeklagten auf der Beifahrerseite herausgezogen. Die Fahrertür sei nämlich nicht aufgegangen. Dies bestätigte eine Beamtin: „Die Fahrertür ließ sich definitiv nicht öffnen“, sagte die Polizistin. Ganz anders ein hinzukommender Zeuge.

Demnach hatte derjenige mit den Gesichtsverletzungen den anderen mit der Beinverletzung aus dem Auto gezogen – und zwar von der Fahrerseite aus. Der Prozess wird am 31. März fortgesetzt. maf

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