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St.-Nicolai feiert 777. Geburtstag

Wette verloren St.-Nicolai feiert 777. Geburtstag

Ein Meer von mindestens 780 blauen Luftballons steigt auf in den Himmel über St.-Nikolai, und ebenso viele Gratulanten singen zu Ehren der 777 Jahre alt gewordenen Stadtkirche ein Lied.

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Mehr als 780 Ballons steigen in die Höhe: Damit ist die Wette für den Bürgermeister verloren, er muss grillen.

Quelle: dil

Von dietrich lange Rinteln. Pastorin Sabine Schiermeyer hat die Wette gegen Bürgermeister Thomas Priemer gewonnen – die Zahl 777 wurde übertroffen. Und Priemer wird nun demnächst für die Konfirmanden grillen. „Damit der Bürgermeister nicht auch noch die Würstchen bezahlen muss, gebe ich 250 Euro dazu“, hatte Landesbischof Ralf Meister vorher im Festgottesdienst angekündigt. Hätte Priemer gewonnen, wäre das Geld für die Flüchtlingshilfe bestimmt gewesen.

 „Beim Wetteinsatz (entweder Dienst im Rathaus oder Grillen) ist ja noch Luft nach oben“, hatte Meister geschmunzelt. Ulrich Goebel klärte später auf, dass es zunächst härter kommen sollte: „Eigentlich sollte Frau Schiermeyer durch die Weser schwimmen, aber das wollte sie nicht. Wir haben das respektiert, nun kommt es aber ja auch nicht dazu.“ Und Priemer hatte noch betont, die Wette auf keinen Fall verlieren zu wollen, deshalb hätte er lieber für das Gelingen votiert: „Aber das ging für Frau Schiermeyer auch nicht.“ Egal, es gibt hier doch nur Gewinner.

 In dem musikalisch vom Schaumburger Kammerorchester, dem Nikolai- und Madrigalchor sowie Jessica Gniesmer umrahmten und von Kantorin Daniela Brinkmann dirigierten sowie mit Orgelspiel beendeten Festgottesdienst hatte die Kirchenvorstandsvorsitzende Irmtraud Brendel Landesbischof Meister in der voll besetzten Kirche begrüßt sowie nach Bückeburgs und Rintelns Jubiläen in kurzer Zeit zu monatlichen Besuchen in Schaumburg animiert. Meister sagte, das schaffe er nicht, er sei aber wegen des tollen Musikprogramms und innovativen Jubiläums gern gekommen.

 „Das ist hier ein großes städtisches Familientreffen“, sagte Meister. „Aber nicht nur das Gebäude ist unsere Heimat, sondern Jesus. Auch Menschen auf der Flucht suchen eine neue Heimat, in Kirchen können sie diese finden. Keine andere Institution steht so für die Bildung von Gemeinschaft wie Kirche. Und diese Adresse können wir zu Hause nennen. Diese Räume bauen unsere Innerlichkeit, weil dieser erbaute Raum uns Kraft schenkt. Die Menschen brauchen hier drinnen aber nicht das hören, was es schon draußen gibt. Hier soll ein Zuhause sein, wo die wandernde Seele Heimat findet.“

 Landrat Jörg Farr erklärte, diese Kirche stehe mitten im Leben, ihre Gemeinde engagiere sich. Für Bürgermeister Thomas Priemer ist der Kirchturm ein Wahrzeichen der Stadt. Beim Fest gab es dann Musik, Spaß, Speis und Trank in Fülle. dil

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