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St. Sturmius: Frischer Rasen statt Wildwuchs

Rinteln / Katholische Pfarrgemeinde St. Sturmius: Frischer Rasen statt Wildwuchs

Wenn die Stadt Rinteln ihre neue Weserpromenade zum Schmuckstück für Spaziergänger macht, will die katholische Pfarrgemeinde St. Sturmius gleich nebenan nicht zurückstehen.

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Nehmen symbolisch nach Abschluss der Vorgartensanierung noch mal Harke und Schaufel in die Hand: Norberft Richter (l.) und Pfarrer Peter Wolowiec vom Förderkreis St. Sturmius Rinteln.

Quelle: dil

Rinteln. Der üppige Wildwuchs hinterm Zaun hätte keinen guten Eindruck gemacht. Und weil alles schöner wird, kümmerte sich die Stadt um den Gehweg vom Wehrturm entlang der Kirchhofmauer. Bei Regen oft vermatschter Schotter wich einer bunten Pflasterung, Büsche wurden zurückgeschnitten. Und eine Bank – noch hinter dem Sperrzaun – lädt dort demnächst zum Verweilen ein, mit Blick zur Altstadt statt zur Weser.

 „Dass die Stadt ihre Promenade in diesem Jahr herrichtet, hat unsere Reaktionszeit Anfang 2013 erheblich verkürzt“, erklärt Norbert Richter, Vorsitzender des Förderkreises St. Sturmius. „Eigentlich war für dieses Jahr die Sanierung der Orgel geplant, die schon zweimal verschoben werden musste. Nun muss sie weiter warten, das Geld brauchten wir für den gut 1600 Quadratmeter großen Vorgarten.“

 Und dieses Geld reichte nicht einmal. Der Förderverein erhielt weitere Spenden aus der Kirchengemeinde und zog die für 2014 vorgesehene Reduzierung des Baumbestandes vor. Die Orgelsanierung wird deshalb auch 2014 noch nicht möglich sein, es fehlt nun an Geld. „Aber die Orgelbaufirma Simon aus Borgentreich hat sie bei unserer Kirchensanierung 2005 und 2006 nicht nur von Baustaub gereinigt, sondern auch gepflegt, sodass es wohl noch eine Weile geht“, meint Richter.

 „Wir wollten schon länger Ordnung schaffen, aber dabei vorhandene Solitärsträucher erhalten. Das hätte aber keine pragmatische Lösung ergeben“, fährt Richter fort. „Und in einigen Jahren hätten wir denselben Zustand wie vor Kurzem, wenn nicht ständig gepflegt wird“, ergänzt Pfarrer Peter Wolowiec, stellvertretender Chef des Fördervereins. Zur ständigen Pflege sieht sich in der Gemeinde aber niemand in der Lage. Die Lösung war Roden, neuen Mutterboden auffahren und Rasen einsäen. „Bei dieser Gelegenheit konnten wir den vorher im Unkraut verborgenen Marienstein mit der Josefstreppe vereinen und sichtbar machen“, so Richter. „Was er sagt, das tut“ ist dort eingemeißelt, der Stein war mal ein Geschenk an den früheren Pfarrer Alfons Scholz.

 Da Maschineneinsatz nötig war, wurde der Auftrag zur Rodung an die Baggerfirma Loose aus Rinteln vergeben. Anfang September gingen die Arbeiten los, am 2. Oktober war alles fertig: Rasen eingesät, Kanten befestigt und begradigt, Zäune freigelegt und den Lichtmast von der Mitte an den Rand des Vorgartens verlegt. Die Lampe selbst muss aber von den Stadtwerken noch installiert und freigeschaltet werden.

 „Jetzt haben wir den Zustand, wie wir ihn uns wünschen“, sagte Richter. Eine Öffnung des Tores zur Weserpromenade sei nicht vorgesehen, es gebe ja den nun gepflasterten Gehweg an der Gartenmauer. Der Garten könne für Freiluftgottesdienste genutzt werden, denkt Wolowiec schon an 2014. Der Rest des Grundstücks soll auch noch in puncto Pflegeleichtigkeit verändert werden, aber wann, ist offen. Rund 20000 Euro hat der Förderkreis jetzt aufgewendet, nun muss erst wieder für die Orgel gespart werden.

 Stehen geblieben ist im Vorgarten nur der sogenannte Taschentuchbaum, der im Frühjahr eigentümliche weiße Blüten trägt. Er wird die Spaziergänger weiter erfreuen, wenn sie auf der Promenade unterwegs sind. Bei dieser laufen noch Pflasterarbeiten, und der Bau der Brücke über den Alten Hafen steht ja auch noch aus.

 Am Donnerstag gab es eine Baubesprechung der Stadt vor Ort, um den Fortgang der Arbeiten zu beschleunigen. Baudezernent Reinhold Koch: „Wir werden zeitnah das Geländer an der Weserpromenade fertigstellen, damit der Teil von der Kirche bis zur Weserbrücke freigegeben werden kann, weil ja am Volkstrauertag am Turm eine Gedenkveranstaltung geplant ist. Der weitere Weg um den Alten Hafen herum wird später fertig. Bei der Brücke über das Hafenbecken laufen immer noch die Berechnungen für die Statik.“

 Bei dem gepflasterten Gehweg an der Kirchenmauer sind übrigens auch die „Drängelgitter“ gegen Radfahrer gefallen und durch einen Poller ersetzt worden. Nun können diesen auch Rollatorfahrer nutzen, sobald er freigegeben ist.  dil

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