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Staatsanwalt und Polizei ermitteln

Rinteln Staatsanwalt und Polizei ermitteln

Die Ursache für den Ausfall der Bahnschranken im Galgenfeld, die am Mittwochabend zu dem schweren Unfall geführt haben, ist noch nicht geklärt.

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Prüfung der Schranke am Mittwochabend um 21.56 Uhr.

Quelle: tol

Rinteln. Menschliches oder technisches Versagen? Die Staatsanwaltschaft Bückeburg hat die Ermittlungen an sich gezogen. „Die Landespolizei ermittelt nun für die Verkehrsseite, die Bundespolizei (ehemals Bahnpolizei) für die bahntechnische Seite“, bestätigt Martin Ackert, Sprecher der Bundespolizei.

 Gegen 18.10 Uhr war ein Volvo Kombi beim Überqueren des Bahnübergangs im Galgenfeld gegen den aus Richtung Hameln kommenden Personenzug der Nordwestbahn geprallt. Der 46-jährige Rintelner am Steuer des Autos wurde von der Feuerwehr mit schwerem Gerät befreit und dann mit einem Rettungsfahrzeug ins Klinikum Hameln gebracht.

 Notfallmanager von Deutscher Bahn und Nordwestbahn waren später vor Ort, überprüften die Schrankenfunktion und gaben die seit 18.20 Uhr gesperrte Strecke um 21.57 Uhr wieder frei. Bis dahin hatten Busse die Passagiere aus beiden Richtungen je einmal zum nächsten Bahnhof gebracht, wo sie zunächst in von dort zurückkehrende Züge umsteigen konnten. In dem Unfallzug standen drei Passagiere unter Schock. Der beschädigte Zug ist inzwischen zur Reparatur in einem Spezialwerk in Braunschweig, teilt Kerstin Hofmann, Sprecherin der Nordwestbahn mit.

 Gestern gab es bei der Nordwestbahn Verspätungen von zehn bis 30 Minuten. Deren Sprecherin erklärt dies so: Die Lokführer haben Anweisung, beim Übergang im Galgenfeld erst die Sicherheit zu überprüfen (also abbremsen und schauen), bevor sie zunächst mit Schrittgeschwindigkeit weiterfahren. Sie müssen dem Fahrdienstleiter der Deutschen Bahn im Stellwerk Rinteln melden, dass die Schranken unten sind und die Autos halten, erklärt Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis. Erst dann gibt er wieder Gas – aber nur bis zum Übergang Mindener Straße. Dort muss er aussteigen, mit einem Schlüssel die Schließzeit der Schranke verlängern, die sich sonst wegen des Zeitverlustes im Galgenfeld zu früh heben könnte. Nach dem Halten im Bahnhof dann derselbe Vorgang noch mal vor dem Übergang Stoevesandtstraße/Alte Todenmanner Straße. So bleibt es bis auf Widerruf.

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