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Stadt verplant Stadtplan

Straßenumbenennung Stadt verplant Stadtplan

Heinrich-Sohnrey-Weg, Holunderweg, Holunderstraße – Verwirrspiel im Rathaus: Die langen Diskussionen um den Heinrich-Sohnrey-Weg in der Rintelner Nordstadt sind längst Geschichte.

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Schwarz auf weiß in der neuesten Auflage des Stadtplans: In Rinteln gibt es jetzt auch eine Holunderstraße.

Quelle: ll

Rinteln. Doch in der Gegenwart beschäftigt die Umbenennung der Straße Stadtverwaltung und Anwohner weiter. Jetzt ist ein neuer Stadtplan frisch aus der Druckerei gekommen – mit einem Straßennamen, den es gar nicht gibt.

Nach einer streckenweise hoch emotional geführten Diskussion beschloss der Ortsrat im Mai vergangenen Jahres gegen den Willen der Anwohner den Heinrich-Sohnrey-Weg in Holunderweg umzubenennen (wir berichteten). Nur in der Verwaltung scheint die Umbenennung noch nicht ganz angekommen zu sein. Bis Ende Januar dieses Jahres gingen städtische Schreiben mit Heinrich-Sohnrey-Weg als Adresse an die Anwohner.

An dem Straßenschild wurde zusätzlich der Name Holunderweg angebracht. Der Name Heinrich-Sohnrey-Weg sollte nach einem halben Jahr entfernt werden. So war der Plan. Doch das ist bis heute nicht geschehen. Der vorläufige Höhepunkt des Verwirrspiels folgte jetzt mit der neuesten Auflage des Stadtplans. Anstelle des Heinrich-Sohnrey-Weges ist dort die Holunderstraße verzeichnet. Diese gibt es in Rinteln aber gar nicht.

War es ein Übermittlungsfehler der Stadtverwaltung oder ein Setzfehler des Verlages? Jürgen Rosenberg, Atelierleiter des Verlages, der für die Planung und den Druck verantwortlich ist, hat in seinem Haus recherchiert und kam zum Ergebnis, dass nicht mehr nachvollzogen werden kann, ob der Fehler im Verlag passiert ist.

Auch in der Stadtverwaltung kann nicht eindeutig geklärt werden, wo der Fehler passiert sein könnte. Heike Grote vom Schulamt, das für die Übermittlung der Daten an den Verlag zuständig ist, konnte die Frage, wessen Verschulden es ist, nicht beantworten. „Auch beim Korrekturlesen ist uns der Fehler nicht aufgefallen“, gibt Grote zu.

Bürgermeister Thomas Priemer zeigte sich hinsichtlich der Thematik leicht genervt. „Das ist einfach nur peinlich, und ich kann mich für die falsche Bezeichnung nur entschuldigen“, erklärte er. „Mir ist dieser Lapsus schon vorgestern durch einen Anwohner des Holunderweges zu Ohren gekommen.

Daraufhin habe ich alle meine Mitarbeiter angewiesen, dafür Sorge zu tragen, dass die Anschriften der Anwohner, die Namensbezeichnung auf der Homepage und allen anderen städtischen Schriftstücken mit sofortiger Wirkung geändert wird. Gestern habe ich die Mitteilung aus allen Ämtern bekommen, dass dies geschehen ist.“

Priemer fügte hinzu: „Wir sind in der Lage, schwierige Rechtsgrundlagen zu erklären, aber manchmal nicht in der Lage, kleine Dinge fehlerfrei zu erledigen.“

Auch mit den Doppelnamen am Straßenschild soll jetzt Schluss sein. „Entweder heißt die Straße Heinrich-Sohnrey-Weg oder Holunderweg. Das mit den zwei Namensschildern ist Unsinn. Ich werde veranlassen, dass es nur noch ein Namensschild gibt“, sagte Priemer gestern auf Anfrage. peb

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