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Stadt will 40000 Euro lockermachen

Beim Thema Skatepark geht es voran Stadt will 40000 Euro lockermachen

Plötzlich sind alle dafür: Nachdem die hiesigen Parteien das Thema Skatepark lange nur stiefmütterlich behandelt haben, geht es jetzt Schlag auf Schlag.

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Ihre Arbeit hat sich bezahlt gemacht: Die Rintelner Skater zeigen beim „Osterskaten“ ihr Können.

Quelle: wk

Rinteln. Laut einer Verwaltungsvorlage für den Bauausschuss, die dieser Zeitung vorliegt, sollen bis zu 40000 Euro (abzüglich der Spenden) für den Rintelner Skatepark bereitgestellt werden. Noch im März sprach die Stadt von „allenfalls 15000 bis 17 000 Euro“, mit denen lediglich die im Oktober abgebauten Rampen ersetzt worden wären.

Fraktionen signalisieren Zustimmung

Doch die Skater haben in den vergangenen Monaten bewiesen, wie ernst ihnen ihr Anliegen ist. Mit Veranstaltungen wie dem „Osterskaten“, Spendensammlungen, einer eigenen Facebook-Seite und zuletzt dem Auftritt bei „Rinteln mobil“ konnten sie offenbar die Parteien überzeugen. Auf Anfrage dieser Zeitung signalisierten Heinrich Sasse (WGS), Astrid Teigeler-Tegtmeier (SPD) und Ortsbürgermeister Friedrich-Wilhelm Rauch bereits ihre Zustimmung zum Vorschlag der Verwaltung.

„Das wäre fantastisch“, betonte Sasse, der selbst Spenden für die Skateanlage sammelt und für die Skater wirbt. „Das sind tolle, absolut friedfertige Leute, die ihren Platz sauber halten und sich kümmern.“ Er wolle auch weiterhin in den Fraktionen dafür werben, dass dem Antrag zugestimmt werde. „Die Stadt investiert hier ja in sich selbst“, sagte er in Blick auf jene, die lieber eine Vereinsgründung der Skater sehen würden. Der Skatepark gehöre ja der Stadt, „und die Betonteile kann auch keiner mal eben wegtragen“.

Auch in der von Bürgermeister Thomas Priemer unterzeichneten Verwaltungsvorlage wird dafür plädiert, für die Anlage Betonelemente zu verwenden. „Der auf dem Gelände vorhandene Gussasphalt ist in einem guten Zustand und kann nach heutigen Erkenntnissen noch langfristig genutzt werden“, so die Vorlage. Für die genaue Ausgestaltung der wiederhergestellten Anlage steht die Stadt in Kontakt mit den Skatern, die bereits eigene Ideen entwickelt haben.

„Ich bin der festen Überzeugung, dass dieses Geld dort gut angelegt ist“, betonte Ortsbürgermeister Rauch. Wünschenswert sei trotzdem, dass eine Vereinsstruktur entstehe. „Aber wenn das nicht geht, dann geht es eben nicht.“

Die SPD-Vorsitzende Teigeler-Tegtmeier erklärte, ihre Partei habe der Sache von Anfang an positiv gegenübergestanden. Sie verweist aber dennoch auf den Sportentwicklungsplan und darauf, dass auch die Vereine berechtigte Wünsche äußern würden, denen nachgekommen werden müsse. Man müsse alle geplanten Maßnahmen in Relation dazu setzen, wie vielen Sportlern damit auch geholfen sei.

Geld aus mehreren Töpfen

Die 40000 Euro für den Skatepark müssen vom Ausschuss für Umwelt, Bau und Stadtentwicklung als außerplanmäßige Haushaltsmittel abgesegnet werden. Möglicherweise kann ein Teil der Summe – die zunächst in Aussicht gestellten 15000 bis 17000 Euro – aus dem Haushaltspunkt „Ausstattung von Spiel- und Bolzplätzen“ gewonnen werden. „Wir werden für die 40000 Euro in mehrere Töpfe greifen müssen“, erklärte der Bürgermeister. Auch die gesammelten Spenden, deren Höhe noch nicht feststeht, da der Spendenaufruf noch nicht beendet ist, werden mit einbezogen.

Er persönlich glaube aber an das Projekt, das jetzt noch von den Parteien im Bauausschuss abgesegnet werden muss. „Ich bin mir sicher, dass der Skatepark auch in zehn Jahren noch genutzt wird.“

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