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Starres Baurecht wird gelockert

Rinteln Starres Baurecht wird gelockert

Große Hürden für kleine Baumaßnahmen, das muss nicht sein. In Rinteln regeln Bebauungspläne aber so viel und so kleinteilig, dass mancher Bauherr mit seinem Wunsch nach einem Anbau oder Wintergarten auf der Strecke bleibt.

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Diese Grundstück in der Drift kann bisher wegen des Bebauungsplans nur als Grünfläche genutzt werden. Das soll sich ändern.

Quelle: dil

Rinteln. „Da hatten wir schon Anfragen, mussten aber ablehnen“, sagt Baudezernentin Elena Kuhls und will das ändern. Im Ortsrat Rinteln bekam sie breite Zustimmung.

 In der Drift gibt es eine umzäunte spitzwinklige Grünfläche, unbebaut, weil es der Bebauungsplan nicht zulässt. Neben dem Altenpflegeheim in der Graf-Adolf-Straße ist ebenfalls eine Grünfläche frei, geeignet für eine Heimerweiterung. Der große Parkplatz der Wohnblocks in der Hartler Straße ist kaum genutzt, darf aber nicht bebaut werden. Solche Beispiele nennt Kuhls im Gespräch mit unserer Zeitung. Hier will sie starres örtliches Baurecht lockern. Wertvolle Quadratmeter könnten neuer baulicher Nutzung zugeführt werden. Vorhandene Siedlungsgebiete stärken und Infrastruktur optimal ausnutzen, heißt die Devise. Innenstadtnah und im Bereich der Ortskerne sollen Wohnbaureserven erschlossen werden.

 Im Ortsrat wurde einstimmig beschlossen, den Anfang mit dem Bereich „Westlich der Kernstadt“ zu machen, der Die Drift, Graf-Adolf-Straße, Hartler Straße und West-Contrescarpe umfasst. Dort gelten bisher vier Bebauungspläne, daraus soll einer werden. Einstimmig beschlossen wurde, die Grundlagen für die Aufstellung des neuen Bebauungsplans zu ermitteln. Der Auftrag dafür soll an ein Planungsbüro gehen. Die Bauverwaltung nimmt eine Abschätzung des „Nachverdichtungspotenzials“, der Rahmenbedingungen und der tatsächlichen Kosten eines Planungsbüros vor.

 Die bisherigen B-Pläne schränken Entwicklungen zu sehr ein. Die Teilung vieler Grundstücke sei nicht möglich, die Entwicklung einzelner Teilflächen nicht mehr zeitgemäß. Sollte aber ein B-Plan aufgestellt werden, werden zuvor die betroffenen Bürger informiert. Anschließend ist noch ein Aufstellungsbeschluss von der Verwaltung vorzubereiten und den Gremien vorzulegen. Haushaltsmittel stehen zur Verfügung, teilte die Verwaltung dem Ortsrat mit.

 Kay Steding (CDU) begrüßte diese Initiative und versicherte: „Wir wollen hier keine Heckenwege bebauen, die bleiben. Aber diese Lösung wäre auch für andere Bereiche in Rinteln wünschenswert.“ Helma Hartmann-Grolm (SPD) ergänzte: „Wir werden alle älter und bekommen andere Wohnbedürfnisse. Durch Nahverdichtungspotenziale können wir manche Gebiete attraktiver machen.“ Gerhard Helmhold (Grüne) regte an, die Heckenwege doch gleich unter Schutz zu stellen. Astrid Teigeler-Tegtmeier (SPD) bezeichnete diese Wege als Naturdenkmale, bedauerte aber, dass sich manche Anwohner nicht an die Heckenschnittzeiten halten. Sie beklagte, dass es selbst für Wintergartenbauten bisher wegen baurechtlicher Restriktionen erst lange Diskussionen gebe, bis eventuell eine Sondergenehmigung erteilt wird.dil

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