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Straßen und Häuser überflutet

Unwetterkatastrophe in Rintelns Partnerstadt Kendal Straßen und Häuser überflutet

Eines der schlimmsten Hochwasser seit Jahren und der Sturm Desmond haben Rintelns englische Partnerstadt Kendal, Teile des Lake Districts und die Grafschaft Cumbria heimgesucht.

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 Wasser in den Straßen: So sieht es in den tieferen Teilen von Kendal aus. Der sonst ruhige Fluss Kent ist zum reißenden Strom geworden, und die Pegel sinken nur langsam ab.Westmorland Gazette.

Quelle: pr.

Kendal. „2371 Häuser waren allein in Kendal überschwemmt, ebenso viele Geschäfte und Unternehmen. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen, einige werden noch Wochen lang nicht zurückkehren können“, teilte Andrew Thomas, Redaktionsleiter bei der „Westmorland Gazette“ in Kendal, gestern auf Anfrage mit. „Bisher ist ein Todesopfer zu beklagen.“

 Sogar Regierungschef David Cameron kam nach Cumbria, besuchte allerdings nur Carlisle, 100 Kilometer nördlich von Kendal. Prinz Charles will nächste Woche Appleby, 50 Kilometer nördlich von Kendal besuchen. Beide Städte wurden besonders hart von dem Unwetter getroffen.

 341,4 Millimeter Regen fielen in 24 Stunden in Honister im Norden des Lake Districts – Rekord. Bisher lag die Messlatte bei 316,4 Millimetern aus dem Jahr 2009. Auch an diesem Wochenende werden heftige Regenfälle erwartet, vor allem am heutigen Sonnabend. Mit einem nachhaltigen Absinken der Flusspegel wird laut „Westmorland Gazette“ noch nicht gerechnet.

 Problem war, dass der Regen auf schon völlig mit Wasser gesättigte Böden fiel und damit ungebremst zu den tiefsten Punkten, den Flüssen, lief, die dann über die Ufer traten. In Kendal hat der Fluss Kent, der zu einem reißenden Strom wurde, viele tief liegende Straßen überflutet, im Erdgeschoss der Häuser sind Teppiche und Möbel von den braunen Wassermassen ruiniert worden.

 Es gab auch erhebliche Brücken- und Straßenschäden im Lake District. Die Straße von Windermere nach Keswick wurde teilweise weggespült, zum Teil müssen 120 Kilometer lange Umwege gefahren werden. Geschäfte zum Beispiel in Ambleside und Grasmere, die vom Tourismus leben, fürchten, nun pleite zu gehen. Das 21. Engineer Regiment der Armee, stationiert im Norden von Yorkshire, hat schon am vergangenen Wochenende rund um die Uhr geholfen, Tausende von Tonnen Erdmassen von den Straßen zu beseitigen. Trotzdem fürchtet die Provinzregierung, das einigee Straßen im Lake District bis Ostern gesperrt sein werden.

 Die British Veterinary Association (BVA) und die Sheep Veterinary Society (SVS) raten Farmern dringend, ihre Tiere in trockenere Bereiche zu bringen. Auf den überfluteten und nassen Flächen drohen Krankheiten wie Fußfäule, bei Schafen vor allem die Ausbreitung von Parasiten.

 Der für Überschwemmungen zuständige Minister Rory Stewart besuchte Sandylands bei Kendal, wurde von Kirchenvertretern und regionalen Politikern mit dem Wunsch nach finanziellen Hilfen konfrontiert. Er sah, wie auch in Kendal viel Sperrmüll vor den Häusern steht, von den Fluten ruiniertes Mobiliar. Der Kendaler Parlamentsabgeordnete Tim Farron wies darauf hin, dass viele Menschen ihre Häuser verloren haben, aber gar nicht oder zu niedrig versichert sind. dil 

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