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Streit um Sportheim

Rinteln / Wirtschaftsausschuss Streit um Sportheim

Wohin die finanziellen Wohltaten fließen, das bestimmt die Mehrheit – und die hatten im Ausschuss für Wirtschaft und Finanzen SPD und Grüne.

Rinteln (dil). Sie schmetterten den Wunsch der CDU nach großzügiger Modernisierung des Sportheims des TSV Krankenhagen für 600000 Euro ab und bewilligten nur 100000 Euro für die Verbesserung der allseits als beschämend empfundenen Sanitärräume. Ungleich großzügiger war die Mehrheit dagegen in Richtung VTR und SC Deckbergen-Schaumburg.

 Heinz-Jürgen Requardt von der CDU zog alle Register für den TSV Krankenhagen und verwies auf die Anregung aus dem Sportentwicklungsplan (Erweiterung des TSV-Heims um einen Multifunktionsraum). Außerdem sei der TSV zweitgrößter Sportverein der Stadt und sehr aktiv. Er musste sich dafür vom Ausschussvorsitzenden Klaus Wissmann (SPD) vorwerfen lassen, er habe nicht das Wohl des gesamten Ortes im Auge. Daraufhin rüffelte Friedrich-Wilhelm Rauch (CDU) den Vorsitzenden, dieser habe den Vorsitz gefälligst abzugeben, wenn er seine eigene Meinung äußere. Wissmann gelobte für das nächste Mal Besserung.

 Der Ärger Requardts über die Abfuhr kochte wieder hoch, als es um die 400000 Euro für den Bau eines neuen Sportplatzes in Deckbergen (unter Teilaufgabe des alten Platzes) ging. Hier meinte Wissmann, die Stadt müsse so handeln, weil sie ja vor Jahren schon das Gelände für diesen Platz gekauft habe. In Krankenhagen sei aber seit mehr als zehn Jahren nichts passiert, warf auch Hartmut Bauer (WGS) der SPD vor. Wissmann berief sich auf den Wunsch des Ortsrats, auf dem alten Raiffeisen-Gelände einen Multifunktionsraum für Turnen und Feuerwehr zu bauen, quasi als neuen Ortsmittelpunkt neben der Turnhalle, denn Turnen sei die Zukunft des TSV, nicht Fußball. Die CDU zweifelt allerdings daran, dass die Volksbank das Raiffeisengelände zu einem tragbaren Preis hergibt.

 Noch dünner wurde die SPD-Argumentationslinie bei den 250000 Euro für einen Multifunktionsraum neben dem VTR-Heim, die allerdings erst 2014 fließen sollen. Hier solle ein Signal an die VTR gegeben werden, sich in Richtung Sportentwicklungsplan zu bewegen, sagte Wissmann. Es koste jetzt kein Geld, so Wissmann. Aber 1800 VTR-Mitglieder werden das Signal zu deuten wissen.

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