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Sturzgefahr durch „Huckelpiste“

Weser-Radweg in Rinteln kaputt Sturzgefahr durch „Huckelpiste“

Der Weser-Radweg gehört zu den attraktivsten Radwanderwegen in Deutschland. Vom Zusammenschluss von Fulda und Werra in Hannoversch Münden bis zur Mündung in die Nordsee führt der 500 Kilometer lange Weg vorwiegend unmittelbar entlang der Weser zunächst durch das Weserbergland und anschließend durch die Norddeutsche Tiefebene.

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Angehoben und aufgerissen: Der Weser-Radweg zwischen Engern und Rinteln birgt eine immense Sturzgefahr.

Quelle: peb

Rinteln. Dabei erstreckt sich die fünfte der 15 Etappen von Hameln bis Rinteln. Kurz vor dem Tagesziel erlebt der Radtourist aber eine böse Überraschung. Zwischen Engern und Rinteln entwickelt sich der Radweg zu einer gefährlichen „Huckelpiste“. Bäume haben die asphaltierte Fahrbahndecke mit ihren Wurzeln angehoben und zerstört.

 Die Wurzeln von 30 Bäumen zwischen Engern und der Brücke der Ostumgehung haben auf einer Strecke von etwa 800 Metern ganze Arbeit geleistet. Der Radweg ist an zahlreichen Stellen förmlich aufgerissen und mehrere Zentimeter angehoben. Diese Wellen sind bei höherem Tempo für die Radfahrer eine echte Unfallgefahr. Extrem wird es etwa 200 Meter vor dem Vereinsheim des Kanu-Clubs. Dabei haben die Wurzeln von sechs Bäumen auf einer Länge von etwa 30 Metern für eine aufgebrochene Wellenpiste gesorgt, in der die Radfahrer kräftig durchgeschüttelt werden. Die Sturzgefahr ist in diesem Bereich hoch.

 Klaus-Ulrich Hartmann, Leiter des Bauhofs, kennt das Problem. „Die Wurzeln mögen Bitumen, suchen unter der Fahrbahn nach Schwitzfeuchtigkeit, und sie zerstören dabei den Asphalt. Wenn die alte Fahrbahndecke abgefräst wird, können die Wurzeln beschädigt werden. Die Wurzeln sterben ab, die Bäume sind nicht mehr standsicher und fallen beim nächsten Sturm womöglich um. Man muss bei der Sanierung der Radwege also sehr umsichtig vorgehen.“

 Zwischen Engern und der Ostumgehung wurde der Radweg an einigen Stellen schon saniert. Im Bereich der Wurzeln wurde der aufgebrochene Asphalt entfernt und neuer aufgetragen. Aber diese Maßnahme bringt nur kurzzeitig den gewünschten Erfolg. Die Wurzeln wachsen weiter und brechen die Fahrbahndecke wieder auf. Aber einfach abholzen, das ist keine Lösung. Nach Ansicht von Experten können Baumreviere um die Bäume angelegt werden, die mit einem speziellen Substrat gefüllt sind. Dieses Substrat sorgt dafür, dass sich die Wurzeln nicht ausbreiten, sondern in die Tiefe wachsen und so die Asphaltdecke nicht anheben und aufreißen.

 „Im Rahmen der Verkehrswegesicherung sind wir stets bemüht, Gefahrenpunkte zu entschärfen“, sagt Hartmann. „Wir werden uns den Bereich des Radweges vor dem Kanu-Club anschauen und dann entscheiden, was zu tun ist.“  peb

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