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Teilgeständnis

Ex-Anwalt vor Gericht Teilgeständnis

Im Mittelpunkt des dritten Verhandlungstages gegen einen ehemaligen Rintelner Rechtsanwalt haben die Vernehmungen von fünf weiteren Zeugen sowie die Erörterung der Sach- und Rechtslage durch die Prozessbeteiligten gestanden.

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Quelle: dpa

Rinteln. Der Ex-Anwalt muss sich vor dem Amtsgericht für rund ein halbes Dutzend Vorwürfe verantworten. Darunter sind Delikte wie Untreue, Parteiverrat, Urkundenunterdrückung und Missbrauch von Berufsbezeichnungen.

 Diesen letzten Vorwurf räumte der Rintelner am jüngsten Verhandlungstag ein. Nach einer Entscheidung der Rechtsanwaltskammer Celle mit Rechtskraft vom 23. April 2013 hatte er seine Zulassung als Rechtsanwalt verloren.

 Bis Oktober desselben Jahres, so wird ihm angelastet, führte er dennoch in zehn Fällen weiterhin und damit unbefugt die Berufsbezeichnung Rechtsanwalt. Unter anderem übersandte der Rintelner für seine Mandanten wiederholt Schreiben an unterschiedliche Empfänger und unterschrieb dabei eigenhändig.

 Im weiteren Verlauf des dritten Prozesstages wurde die Sach- und Rechtslage eingehend erörtert. Der Leitende Oberstaatsanwalt Martin Appelbaum ging die einzelnen Punkte durch und kam zum jetzigen Zeitpunkt des Verfahrens zu zwei strittigen Fällen. Die meisten Vorwürfe sah er als bewiesen an. Appelbaum hielt eine Freiheitsstrafe von 18 bis 21 Monaten auf Bewährung für den Ex-Rechtsanwalt für denkbar.

 Ganz anders sahen die Ausführungen zur rechtlichen Bewertung der Verteidigerin Angelika Bode (Hannover) aus. Diese sah die meisten Vorwürfe gegen ihren Mandanten als nicht erfüllt an.

 Auch das mögliche Strafmaß siedelte sie deutlich niedriger an: Wenn überhaupt eine Freiheitsstrafe, dann unter einem Jahr, resümierte die Rechtsanwältin. Der Prozess wird am 3. Februar fortgesetzt. maf

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