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Theater-AG begeistert mit Sherlock Holmes

Rinteln Theater-AG begeistert mit Sherlock Holmes

Die Theater-AG der Mittelstufe am Rintelner Gymnasium Ernestinum hat mit dem Stück „Neue Fälle für Sherlock Holmes“ ihr Publikum begeistert.

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Spurensuche: Inspektor Lestrade (links), Sherlock Holmes (rechts) und Watson sind voll bei der Sache.

Quelle: cm

Im Mittelpunkt des Geschehens standen, wie immer, Holmes (Maija Groth) und sein treuer Freund Watson (Anna Bekemeier). Zwei Fälle gilt es, zu lösen: Der finanziell klamme König von Böhmen (Manon Schwake) plant, eine schwerreiche Blaublütige zu heiraten, und wird mit pikanten Fotos aus einer alten Liaison erpresst. Auch Inspektor Lestrade (Simon Reißig) von Scotland Yard sucht die Hilfe von Holmes. Ein Mord in Sussex macht ihm zu schaffen. Der Hauptverdächtige (Carlotta Mierheim) will einfach nicht gestehen.

Die Geschichte war spannend, doch das, was die Aufführung besonders auszeichnete, war die bemerkenswerte Fähigkeit der Schüler, jeder Figur Charakter und Tiefe zu verleihen. Hinter Holmes Leidenschaft für die Lösung von Rätseln war deutlich seine innere Getriebenheit und eine Düsternis zu spüren: „Das Banale widert mich an.“ Anna Bekemeier gab Watson einen festen, geerdeten Charakter. Doch auch dessen tiefe innere Verbundenheit mit Holmes, die ihn doch immer wieder in schwierige Situationen bringt, wurde sichtbar. „Ich tue mein Bestes, Ihrem schlechten Einfluss zu erliegen.“ Aline Wiemann gab eine muntere, herzliche Haushälterin, die sich von Holmes Launen nicht beeindrucken ließ. James McCarty, der Verdächtige: spontan und ungestüm. Der alte Mr. Turner (Daniela Winkelhake): müde vom Leben. Inspektor Lestrade: unerschütterlich selbstbewusst und völlig gefeit gegen Ironie, um nur einige zu nennen.

Ganz großes Kino: die Erpresserin (Vicky Flentge). Mit unglaublicher Bühnenpräsenz verlieh sie der schillernden Figur der Irene Adler eine attraktive, aber auch gefährliche Ausstrahlung. In Adler fand Holmes übrigens eine würdige Gegenspielerin. Sehr gelungen, wie die beiden den Unterton von gegenseitiger Anziehung trafen, der in ihrem Wettstreit um die größte Gerissenheit mitschwang.

Für zwei Stunden gelang es den Schülern, das eigene Alter und – bei den vielen Männerrollen – auch das eigene Geschlecht völlig in den Hintergrund treten zu lassen. Eine echte schauspielerische Leistung. Theater vom Feinsten, das den großen Applaus des Publikums wirklich verdiente. cm

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