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So wird das Hallenbad finanziert

Thomas Priemer legt Konzept vor So wird das Hallenbad finanziert

Die Taschenrechner von Stadt und Stadtwerken dürften in den vergangenen Wochen geglüht haben. Jetzt können sie zur Ruhe kommen. Entspannt präsentierten Bürgermeister Thomas Priemer und Stadtwerke-Chef Jürgen Peterson der Presse das Zahlenkonvolut, das heute auch den Ratsmitgliedern als Vorlage zugestellt wird.

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Rinteln. Es geht erst um das Hallenbad und die Frage, ob und wie sehr die Übernahme durch die Stadt den Haushalt belasten wird – laut Priemer und Peterson auf jeden Fall nicht mehr, als wenn der Landkreis das Bad weiterbetreibt.

 Vereinfacht dargestellt sieht die Rechnung wie folgt aus:

 Die Gewinne der Stadtwerke, die bereits jetzt in die Bäderbetriebe fließen, werden mit dem Defizit der Bäder verrechnet. Bisher geschah das bereits mit dem Weserangerbad und dem Hallenbad Steinbergen. Nun soll das Rintelner Hallenbad hinzukommen. Im Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre flossen von den Stadtwerken 814000 Euro an die Bäderbetriebe. Im gleichen Zeitraum machten die Bäderbetriebe 586000 Euro Miese; davon rund 200000 durch das Hallenbad Steinbergen und rund 350000 Euro durch das Weserangerbad.

 In Anbetracht der Geschäftsentwicklung der Stadtwerke gehen Peterson und Priemer davon aus, dass jährlich 250000 Euro aus den Gewinnen mit dem Defizit des Hallenbades verrechnet werden können.

 372000 Euro wird die Stadt 2016 laut Plan für den Betrieb des Hallenbades durch den Kreis bezahlen. Ab 2017 – wenn die Stadt das Hallenbad übernommen hat – soll dieser Betrag direkt den Bäderbetrieben Rinteln zur Finanzierung des Hallenbades zukommen.

 Da auch bei einer Nichtübernahme der Stadt das Hallenbad saniert werden müsste, würde die Kreisumlage – so die Berechnungen der Stadt – um rund 100000 Euro steigen. Daher rechnet die Stadt mit 475000 Euro Fixkosten, die ohnehin anfallen würden.

 Hinzu kommt der ausgehandelte Zuschuss von 2,3 Millionen Euro, der der Stadt vom Landkreis im Zuge des Deals– Hallenbad gegen IGS-Neubau – überwiesen wird. Diesen will die Stadt direkt an die Bäderbetriebe weiterleiten, die diesen auf 30 Jahre verteilt abschreibt, das wären 77000 Euro im Jahr. Gesamt also etwa 800000 Euro, die die Stadt ohne zusätzliche Haushaltsbelastung in das Hallenbad stecken könnte.

 Eine Vollsanierung für 4,6 Millionen Euro würde, wenn sie auf 30 Jahren abgeschrieben wird, 160000 Euro im Jahr kosten. Für ein Darlehen über die verbleibenden 2,3 Millionen müssten 35000 Euro Zinsen im Jahr bezahlt werden.

 Abzüglich Abschlagskosten, die auch ohne Sanierung anfallen würden, geht Peterson davon aus, dass die Sanierung durch die Stadt zu Mehrkosten in Höhe von 175000 Euro führen würde. Zuzüglich der zu erwartenden laufenden Ausgaben – größter Posten sind die Personalkosten in Höhe von 400000 Euro – könnte das Hallenbad dann ein Defizit von etwa 740000 Euro aufweisen. Ohne Sanierung wären es nach Plan 617000 Euro.

 Außerdem weist Priemer darauf hin, dass die Stadt das Hallenbad nicht notwendigerweise für 4,6 Millionen Euro sanieren müsse. Man könne auch erhebliche Abstriche etwa bei der Sanierung der Saunalandschaft machen. Aber auch bei einer Vollsanierung sei das defizitäre Hallenbad durch die Stadt durchaus zu finanzieren. jak

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