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Todesfalle Buswartehäuschen

Rinteln Todesfalle Buswartehäuschen

Immer wieder hat Leserin Petra Klose an der Bushaltestelle an der Seetorstraße in Rinteln die gleiche grausige Entdeckung machen müssen: einzelne tote Vögel im Buswartehäuschen. Das Problem: Das Wartehäuschen hat eine gläserne Fassade, die von den Vögeln offenbar nicht als Hindernis erkannt wird. Sie fliegen gegen die Scheibe – und sterben oftmals.

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In diesem Buswartehäuschen an der Seetorstraße finden Vögel immer wieder den Tod. Sie erkennen die Glasfassade nicht als Hindernis.

Quelle: tol

Rinteln. Das muss nicht sein, findet Klose, die sich in dieser Angelegenheit Rat suchend zunächst an die Rintelner Ortsgruppe des Naturschutzbundes (Nabu), dann an den Baubetriebshof und schließlich an unsere Zeitung wandte. Man müsse nur ein paar Aufkleber an der Glasfassade anbringen, um die Vögel daran zu hindern, gegen die Scheibe zu fliegen, so Klose gegenüber. Doch bislang sei „nichts passiert“. Auf Anfrage unserer Zeitung beim Bauamt teilt Amtsleiter Andreas Wendt mit: „Wir haben gerade den Auftrag an den Baubetriebshof erteilt.“ Dieser werde in Kürze Vogel-Aufkleber an dem Buswartehäuschen anbringen, damit dort nicht noch weitere Vögel zu Tode kommen.

Stellt sich die Frage, warum nicht gleich von vornherein entsprechende Aufkleber angebracht werden. „Das Problem war uns schlichtweg nicht bekannt“, sagt Wendt dazu. „Aber natürlich wollen wir nicht, dass es zu solchen Unfällen kommt.“ Dieser Zeitung gegenüber schlug Klose vor, Buswartehäuschen generell mit derartigen Vogel-Silhouetten auszustatten. Für Rinteln bedeutete dies eine Menge Arbeit. In der Weserstadt und ihren Ortsteilen gibt es laut Wendt 108 Buswartehäuschen. Dennoch wolle die Verwaltung nun verstärkt auf ähnliche Fälle achten und gegebenenfalls handeln.

Nick Büscher, der Vorsitzende der Rintelner Nabu-Gruppe, begrüßt die Maßnahme des Bauamts am Seetor. „Schön, dass die Stadt reagiert“, so Büscher, der sich an einen ähnlichen Fall von vor ein paar Jahren in Steinbergen erinnert. Dort war ein Turmfalke einer gläsernen Bushaltestelle zum Opfer gefallen. Warum ausgerechnet am Seetor gleich mehrere Vögel den Tod fanden, darüber kann Büscher auch nur mutmaßen. „Vielleicht wird dort die Sonne besonders ungünstig reflektiert, vielleicht ist die Stelle für Vögel schlecht einsehbar.“ Entscheidend sei jedoch, dass das Problem mit dem Anbringen von Vogel-Silhouetten vom Tisch sein wird. pk

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