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Tödlicher Verkehrsunfall bleibt rätselhaft

Verfahren eingestellt Tödlicher Verkehrsunfall bleibt rätselhaft

Knapp zwei Jahre nach einem tragischen Verkehrsunfall auf der A2 bei Bad Eilsen hat sich nun ein 52-jähriger Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung vor dem Rintelner Amtsgericht verantworten müssen.

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Quelle: Symbolfoto

Rinteln. Aus unerklärlichen Gründen war der Angeklagte mit seinem Auto auf der linken Spur ins Schleudern gekommen und dann auf den Standstreifen geraten. Dort erfasste er einen an Straßenbauarbeiten beteiligten Mann, der sich neben seinem Fahrzeug aufhielt. Der 61-Jährige erlag seinen schweren inneren Verletzungen.

Auch nach Aussage des Angeklagten, eines Zeugen sowie eines Kfz-Sachverständigen bleibt das Geschehen auf der Autobahn2 weiterhin rätselhaft. Letztlich wurde das Verfahren wegen geringer Schuld eingestellt, allerdings muss der 52-Jährige demnächst 2000 Euro an die Opferhilfe Bückeburg überweisen.

Der Fall: An einem Nachmittag im Juni 2013 befuhr der Angeklagte mit seinem Auto der Marke Hyundai wie gewohnt die A2 in Richtung Dortmund. Er pendelt täglich von seinem Wohnort in Ostwestfalen rund 80 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz im Schaumburger Land.

Hinter Bad Eilsen war er mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 Stundenkilometern auf der linken Spur unterwegs. Die Fahrbahn war nach einigen Regenschauern feucht, offenbar war sie auch wenige Wochen zuvor neu asphaltiert worden.

In einer leichten Kurve sah er dann einen BMW, der mit eingeschalteter gelber Rundumleuchte und Warnblinklicht auf dem Standstreifen abgestellt war. Der zu dem Wagen gehörende Mann war mit Messinstrumenten unterwegs. Von der Fahrbahn konnte man ihn nicht sehen.

„Hier ist etwas ungewöhnlich und unübersichtlich, ich muss meine Geschwindigkeit verringern“, erinnerte sich der Angeklagte an seine damaligen Gedanken. Er habe dann normal gebremst, fügte der Ostwestfale hinzu.

Eine Erklärung für das weitere verhängnisvolle Geschehen hatte er nicht. Nach dem Unfall wurde der 52-Jährige mit einem schweren Schock ins Bückeburger Krankenhaus eingeliefert. Später begab er sich in psychologische Behandlung.

Ein Kfz-Sachverständiger bezifferte die Geschwindigkeit des Hyundai auf 113 bis 148 Stundenkilometer. Damit sei die Kurve sicher zu durchfahren. Auch technisch war der fast neuwertige Wagen in gutem Zustand, einschließlich der Bereifung. Der Fachmann mutmaßte: „Am Anfang muss eine unpassende Lenkbewegung gestanden haben.“

Nachdem der Leitende Oberstaatsanwalt Martin Appelbaum von einem „leichten Verschulden mit tragischer Folge“ gesprochen hatte, stellte Richter Christian Rost schließlich das Verfahren mit Zustimmung aller Beteiligten ein.  maf

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