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Tourismus: Zehn Prozent mehr Übernachtungen

Rinteln Tourismus: Zehn Prozent mehr Übernachtungen

Als vielversprechend bezeichnet Matthias Gräbner die Chancen für Rinteln, in Zukunft noch stärker vom Tourismus profitieren zu können. „Es geht in jedem Fall aufwärts“, sagt der Geschäftsführer des Touristikzentrums Westliches Weserbergland, dem neben Rinteln auch Hessisch Oldendorf, Auetal und Aerzen angehören.

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Gästeübernachtungen 1998 bis 2011 im Vergleich. Für Camping wird ein Stellplatz in vier Schlafplätze umgerechnet.

Quelle: LKSN

Rinteln (ll, dil). Der Optimismus Gräbners gründet sich auf den Übernachtungszahlen des Jahres. 2011 verbuchte die Stadt Rinteln ein Plus von zehn Prozent. Gut 142000 Gästeübernachtungen weist die Statistik für das vergangene Jahr aus. Darin enthalten sind auch die Camping-Übernachtungen an Doktor- und Helenensee. Die Stellplätze für Wohnwagen fließen seit 2008 in die Statistik ein und sorgten 2008/2009 für einen rasanten Anstieg der Übernachtungszahlen.

 Kommen Touristen in die Weserstadt, so verweilen sie im Durchschnitt 2,5 Tage. Die Aufenthaltsdauer ist laut Gräbner aber nicht immer so lang gewesen. Ein Grund dafür, dass Gäste nun tendenziell länger in Rinteln blieben, sei auch die Erweiterung des touristischen Angebotes. „Es macht sich bemerkbar, dass neben Besichtigungen der historischen Altstadt auch Freizeitaktivitäten wie Wandern und Kanufahren angeboten werden“, erläutert der Geschäftsführer. Steigende Konsumausgaben, zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung und mehr Zeit für Freizeitaktivitäten sprächen auch zukünftig für weiteres Wachstum.

 Rund eine Million Besucher pro Jahr kommen als Tagestouristen in die Weserstadt. Diese beeinflussen zwar nicht die Übernachtungsstatistik, stellen laut Gräbner aber einen erheblichen Wirtschaftsfaktor dar. Ein Tagesgast lasse etwa im Durchschnitt gut 23 Euro in Rinteln, bei Übernachtungsgästen seien es sogar 123 Euro pro Besucher. Insoweit, so bilanziert Gräbner, nehme der Tourismus in Rinteln inzwischen einen erheblichen Stellenwert ein, was letztlich dazu geführt habe, dass die Stadt innerhalb der Tourismusregion Weserbergland als „aufstrebender Tourismusort mit facettenreichen touristischen Angeboten und erheblichen Wachstumspotenzialen“ gelte.

 Gleichwohl sei es in Zukunft nicht möglich, Tourismus zu fördern, ohne auch Investitionen zu tätigen. „Der Weserradweg ist in die Jahre gekommen“, sagt Gräbner. „Und die anderen Fernradwege rüsten auch auf.“ Bundesweit buhlten Städte und Regionen intensiv um die Gunst der immer anspruchsvoller werdenden Gäste. Deshalb gelte es für Rinteln, im Verbund mit anderen Städten aktiv zu werden. Den Fernwanderweg, der im Herbst als „Qualitätswanderweg“ ausgezeichnet werden soll, bezeichnet Gräbner ebenso als „touristischen Leuchtturm“ wie die Initiative, die historischen Orte entlang der Weser für Gäste attraktiver zu gestalten. „Dazu bedarf es kreativer Marketingmaßnahmen“, so Gräbner. Im Visier hat er auch den als Qualitätswanderweg zertifizierten Hansaweg von Herford nach Hameln. Er durchquert Bösingfeld, den Haltepunkt der Draisinenstrecke Rinteln-Extertal.

 In der jüngsten Sitzung des Vereins Touristikgemeinschaft Lippisches Bergland-Weserbergland hat Gräbner den Plan vorgestellt, der zusammen mit der Lippe Touristik verfolgt wird: Im Internet einerseits als Dienstleister die Vermarktung des Weges übernehmen sowie eine Querverbindung ins Extertal und nach Rinteln schaffen, um auf dortige Angebote für einen Abstecher aufmerksam zu machen. Profitieren würde Rinteln hier weniger als die Gemeinde Extertal, aber aus Solidarität in der Touristikgemeinschaft solle dieses Projekt weiterverfolgt werden, erklärte deren Vorsitzender, Rintelns Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die im Sommer Ergebnisse liefern soll. Dann wird über die Bereitstellung von Geld für diesen Zweck entschieden. Buchholz sieht den Hansaweg als Angebot „in der Bundesliga der Wanderwege“. Da mitzuspielen, könne auch für Rinteln interessant sein.

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