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Trockenes Wetter schadet Bäumen

Schadensbegrenzung Trockenes Wetter schadet Bäumen

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten Jahren mal so lange so trocken gewesen ist“, sagt Rintelns Bauhofchef Klaus-Ulrich Hartmann. Lange vor dem Herbstanfang haben Bäume damit begonnen, Laub abzuwerfen. Selbst ganze Äste vertrocknen und junge Bäume können dabei sterben, so Hartmann.

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Erholsame Dusche für städtische Pflanzbeete: der Bauhoftrecker mit Wasserfass auf der Büntekreuzung.

Quelle: jan

Rinteln. „Insbesondere ältere Bäume schützen sich bei lang anhaltender Dürre durch diesen Notabwurf vor übermäßiger Verdunstung“, erläutert der Gärtnermeister, der sich in den zurückliegenden regenlosen Wochen zunehmend Sorgen um jüngere Bäume machte.

Es könne vorkommen, dass an Bäumen im Alter zwischen drei und zehn Jahren nicht nur das Laub vertrocknet, sondern selbst ganze Äste. „Wenn das der Fall ist, müssen wir manchmal zuschauen, wie so ein junger Baum stirbt“, sagt Hartmann.

Zudem bestehe die Gefahr des Auftretens von Sekundärschäden. Das bedeutet, bei großer Hitze und Trockenheit kann das Immunsystem der Bäume so sehr geschwächt werden, dass die Anfälligkeit etwa für Erkrankungen durch Pilze steigt.

Besonders betroffen sind auch Flachwurzler. „Man hat in langen Dürreperioden schon alte dicke Birken gesehen, die sterben, weil ihre knapp unter der Erdoberfläche verlaufenden Wurzeln keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen können.“ Pflanzen mit tief reichendem Wurzelwerk, die älter als drei Jahre sind, hingegen können sich selbst in diesen Wochen mit ausreichend Wasser aus dem Boden versorgen.

Bei Neupflanzungen und städtischen Blumenbeeten jedoch muss der Baubetriebshof anhaltend Hilfe leisten. Die Trecker mit Wasserfässern sind seit Wochen im Dauereinsatz, um frisches Grün am Leben zu erhalten. „Auch der große Lkw mit 11000 Litern Wasser war schon unterwegs.“ Die schönen Petunien im Stadtbild werden also wohl überleben.

Bei vielen Kleingehölzen und Stauden in Beeten aber muss der städtische Gärtnermeister tatenlos mit ansehen, wie sie dahinsiechen. „Was wir machen, ist Schadensbegrenzung“, sagt Hartmann. Er hätte sich mal ein kräftiges Gewitter mit ergiebigem Regen gewünscht. Das, was am vergangenen Wochenende als Niederschlag herunterkam, hat nichts gebracht. „Wir werden also weiterhin notwässern, solange es trocken ist“, kündigt der Bauhof-Chef an . jan

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