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Überraschungen in großer Runde

300 kommen zum Empfang Überraschungen in großer Runde

Typische Gastgeber-Sorgen haben Bürgermeister Thomas Priemer geplagt, als kurz vor Beginn des Neujahrsempfangs der Stadt Rinteln noch einmal ein kräftiger Schneeschauer niedergegangen ist. Doch trotz des Wetters fanden sich pünktlich 300 Menschen im Brückentorsaal ein.

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Quelle: tol

Rinteln. Sie kamen fast vollzählig, die Ehrenamtlichen und Engagierten, die Hauptpersonen, für die das Fest jedes Jahr im Januar ausgerichtet wird. 300 Menschen aus den kommunalen politischen Gremien, aus Vereinen, Initiativen und Kirchengemeinden fanden sich pünktlich ein. Mit Frank Rasch hatte man einen sympathischen Moderator gefunden, der locker und witzig durch das Unterhaltungsprogramm führte. Schüler der unterschiedlichen Schulformen sowie das Jugendblasorchester setzten die musikalischen Akzente.

Doch zur Überraschung des Abends geriet ein ganz anderer Programmpunkt. Dass gerade das Interview mit dem Bürgermeister richtig spannend werden würde, hätten die Anwesenden vermutlich nicht erwartet. Anstatt Allgemeinplätze zu bemühen, wie man es sonst bei festlichen Anlässen eher gewohnt ist, wurde Priemer ganz konkret. In manchen strittigen Fragen sei man im Rat nämlich einen ordentlichen Schritt weitergekommen.

„Anders als es in der Öffentlichkeit in den vergangenen Wochen vielleicht wahrgenommen worden ist, geht es den Mitgliedern des Stadtrates – egal welcher Couleur – nämlich durchweg um das Wohl und die positive Entwicklung unserer Stadt“, betonte der Bürgermeister. So habe man sich zum Beispiel jetzt im Rat auf eine geeinigt. „Es wird wieder eine Integrationsbeauftragte oder einen Integrationsbeauftragten in Rinteln geben“, kündigte Priemer an.

Vernünftige Trassenführung

Und auch an anderer Stelle hätte bereits ein Sinneswandel stattgefunden. „In der letzten Woche habe ich den Möllenbecker Ortsrat besucht“, berichtete der Bürgermeister. Wichtig sei den Möllenbeckern eine vernünftige Trassenführung. Da wolle man sich Unterstützung durch das hannoversche Planungsbüro holen, das die Stadt auch schon für das Ausarbeiten möglicher Varianten bei der Ortsumgehung Steinbergen angeheuert habe. In beiden Fällen solle es eine enge Zusammenarbeit mit den Bürgern vor Ort geben. 

Auch bei einem weiteren Projekt setze er auf Bürgerbeteiligung, führte Priemer weiter aus. „Ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Innenstadtentwicklung steht uns ins Haus: die Gestaltung des Kollegienplatzes. Was da entsteht, wird sich direkt auf die Lebensbedingungen der Menschen in der Stadt niederschlagen“, sagte Priemer. Umso wichtiger sei es, unterschiedliche Vorstellungen und Wünsche zu sammeln, um dann auf dieser Grundlage gemeinsam eine Entscheidung treffen zu können. „Wir planen eine Neuansiedlung von Unternehmen. Dann soll es eine große Informationsveranstaltung geben – und zu einzelnen Aspekten sollen Workshops gebildet werden.“ In einem Jahr, so Priemers Hoffnung, sollte man dann schon etwas klarer sehen, wohin die Entwicklung gehen wird.

Bürgermeister gibt sich geheimnisvoll

„In einem Jahr“ scheint überhaupt für Rinteln eine magische Wegmarke zu sein. Denn „Fragen Sie mich in einem Jahr noch mal“ antwortete Priemer auch, und das klang durchaus optimistisch, als es um die Frage ging, ob Rinteln nicht doch noch einmal Universitäts- oder zumindest Fachhochschulstadt werden könnte. Das vielversprechende „mal schauen, wie sich das in einem Jahr darstellt“, bekamen die Gäste im Brückentorsaal auch bei der Frage nach der zu hören. „Ich kann da heute keine Namen nennen. Aber ich versichere Ihnen, da gibt es einige größere Betriebe, die sich gern in Rinteln niederlassen würden“, gab sich der Bürgermeister bei seiner Antwort noch etwas geheimnisvoll.  cm

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